JUSORA – Ihr gutes Recht
 

Paragraph § 67 OWiG | Einspruch gegen Bußgeldbescheid

KI-generiertes Symbolbild Paragraph § 67 OWiG | Einspruch gegen Bußgeldbescheid
OWiG § 67
Geprüft von Fachanwalt für Verkehrsrecht Yves Junker
Fachlich geprüft & verifiziert
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Haben Sie einen gelben Brief erhalten? Erfahren Sie alles über die Einspruchsfrist nach Paragraf 67 OWiG sowie die richtige Form und Begründung beim Einspruch.

Kurz gesagt: Gegen einen Bußgeldbescheid können Sie nach § 67 OWiG innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch einlegen – schriftlich, per Fax oder zur Niederschrift bei der Bußgeldstelle, eine Begründung ist nicht nötig. Der Einspruch verhindert die Rechtskraft: Bußgeld, Punkte und Fahrverbot werden vorerst nicht vollstreckt. Danach prüft die Behörde erneut, dann entscheidet das Amtsgericht – der Einspruch kann bis zum Urteil zurückgenommen oder auf die Rechtsfolgen beschränkt werden. Wer die Frist unverschuldet versäumt, kann binnen einer Woche Wiedereinsetzung beantragen (§ 52 OWiG, § 44 StPO).

Einspruch gegen den Bußgeldbescheid: Das Recht nach § 67 OWiG

Der Bußgeldbescheid ist da – meist in einem gelben Briefumschlag mit dem Zustelldatum auf der Vorderseite. Ab diesem Moment ist § 67 OWiG die wichtigste Norm für Sie. Er regelt Ihr Recht, den Bescheid nicht einfach hinzunehmen, sondern durch die Behörde und anschließend durch das Amtsgericht überprüfen zu lassen. Der Einspruch ist ein Rechtsbehelf: Er bewirkt, dass der Bußgeldbescheid nicht rechtskräftig wird – Bußgeld, Punkte und ein angeordnetes Fahrverbot werden vorerst nicht vollstreckt, der Führerschein bleibt bei Ihnen.

Der Einspruch ist damit die einzige Möglichkeit, gegen einen Bescheid vorzugehen. Wer ihn nicht oder zu spät einlegt, akzeptiert den Bescheid endgültig: Nach Ablauf der Frist tritt die Rechtskraft ein, das Bußgeld wird fällig, die Punkte werden in Flensburg eingetragen, das Fahrverbot beginnt. Dann hilft auch der beste Messfehler nicht mehr.

Anzeige Rechtsanwalt Yves Junker, Fachanwalt für Verkehrsrecht

Gelber Brief erhalten? Die 14-Tage-Frist läuft.

Legen Sie nicht ungeprüft Einspruch ein: Fachanwalt für Verkehrsrecht Yves Junker (ADAC-Vertragsanwalt) gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung, ob Messung, Form oder Verjährung des Bescheids angreifbar sind – und übernimmt auf Wunsch fristwahrend den Einspruch.

Kostenlose Ersteinschätzung anfordern →
Partneranwalt von JUSORA · Antwort direkt aus der Kanzlei · Bescheid einfach als Foto oder PDF hochladen

Die 2-Wochen-Frist: Der kritische Zeitfaktor

Nach § 67 Abs. 1 OWiG muss der Einspruch innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung bei der Behörde eingehen, die den Bescheid erlassen hat. Das Zustelldatum steht auf dem gelben Umschlag – es ist der Tag, an dem der Zusteller den Brief übergeben oder in den Briefkasten eingelegt hat. Heben Sie den Umschlag deshalb auf: Ohne ihn lässt sich der Fristbeginn später nicht mehr nachweisen. Die Frist beginnt am Tag nach der Zustellung und endet zwei Wochen später mit Ablauf des gleichen Wochentags; fällt das Ende auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt es sich auf den nächsten Werktag (§ 43 StPO).

Achtung: Es kommt nicht auf den Poststempel Ihres Briefes an, sondern auf den Eingang bei der Behörde. Wer den Einspruch am letzten Tag abschickt, riskiert die Verwerfung als verspätet. Sicherer sind Fax mit Sendebericht, persönliche Abgabe gegen Eingangsstempel oder die Einlegung durch einen Anwalt über das besondere elektronische Anwaltspostfach. Wurde der Bescheid an eine alte Adresse zugestellt oder war die Zustellung fehlerhaft, beginnt die Frist möglicherweise gar nicht zu laufen – das prüft ein Anwalt anhand der Zustellungsurkunde in der Akte.

Form des Einspruchs: Schriftlich oder zur Niederschrift?

Das Gesetz schreibt vor, dass der Einspruch „schriftlich oder zur Niederschrift“ bei der Verwaltungsbehörde einzulegen ist. Das bedeutet:

Schriftlich
Ein Brief, aus dem hervorgeht, wer gegen welchen Bescheid Einspruch einlegt – eine Unterschrift ist üblich, ihr Fehlen allein macht den Einspruch nach der Rechtsprechung aber nicht unwirksam, wenn der Urheber sicher erkennbar ist. Per Telefax ist der Einspruch zulässig; entscheidend ist der Zeitpunkt, zu dem das Fax bei der Behörde eingeht.
Elektronisch
Eine einfache E-Mail genügt nur, wenn die Behörde dafür einen Zugang eröffnet hat – viele Bußgeldstellen bieten Portale wie Anhoerung24 oder das OWI-Portal an. Ob dort auch der Einspruch (und nicht nur die Anhörung) wirksam eingelegt werden kann, steht in der Rechtsbehelfsbelehrung. Im Zweifel: Fax oder Brief.
Zur Niederschrift
Sie gehen persönlich zur Bußgeldstelle und lassen den Einspruch protokollieren. Das ist fristsicher – sagen Sie dort aber nichts zur Sache.

Muster: So formulieren Sie den Einspruch

Ein wirksamer Einspruch braucht drei Angaben: Ihren Namen, das Aktenzeichen und den Willen, den Bescheid anzufechten. Mehr nicht – und vor allem keine Sachverhaltsschilderung.

[Ihr Name, Anschrift]
[Bußgeldstelle laut Bescheid, Anschrift]
[Datum]

Einspruch gegen den Bußgeldbescheid vom [Datum], Aktenzeichen [Nummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen den oben genannten Bußgeldbescheid lege ich hiermit Einspruch ein. Eine Begründung behalte ich mir nach Akteneinsicht vor. Ich bitte um Bestätigung des Eingangs.

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]

Schicken Sie den Einspruch per Fax mit Sendebericht oder geben Sie ihn persönlich ab. Beauftragen Sie einen Anwalt, legt dieser den Einspruch ein und beantragt gleichzeitig Akteneinsicht – erst dann sehen Sie Messprotokoll, Eichschein und Zustellungsurkunde.

Einspruch-Check: Lohnt sich der Einspruch?

Nicht jeder Einspruch führt zur Einstellung – aber die Chancen sind höher, als viele denken. Ansatzpunkte sind die Messung selbst, die Fahreridentifizierung, Formfehler im Bescheid und die Verjährung:

SzenarioErfolgschanceEinordnungNächster Schritt
Messfehler (Eichung, Aufstellung, Rohmessdaten)HochEin erheblicher Teil der Bescheide ist angreifbarErsteinschätzung →
Falscher Fahrer (Blitzerfoto nicht eindeutig)Sehr hochEinstellung wahrscheinlich; Fahrtenbuchauflage im Blick behaltenErsteinschätzung →
Verjährung eingetretenVerfahrenshindernisDas Verfahren muss eingestellt werdenErsteinschätzung →
Fahrverbot bei beruflicher HärteMittelAbsehen gegen höhere Geldbuße möglich (§ 4 Abs. 4 BKatV)Ersteinschätzung →
Messung korrekt, Fahrer eindeutig, keine HärteGeringEinspruch beschränken oder zurücknehmen – sonst drohen GerichtskostenErsteinschätzung →

Kostenlose Ersteinschätzung durch den Partneranwalt; Erfolgschancen sind Erfahrungswerte, keine Garantie.

Muss der Einspruch begründet werden?

Ein weit verbreiteter Irrtum: „Ich muss sofort schreiben, warum ich unschuldig bin.“ Das stimmt nicht. Der Einspruch nach § 67 OWiG muss nicht begründet werden – weder bei der Einlegung noch später. Es reicht der Satz: „Ich lege gegen den Bußgeldbescheid vom [Datum], Aktenzeichen [Nummer], Einspruch ein.“

Taktisch ist es sogar besser, die Begründung erst nach der Akteneinsicht durch einen Anwalt nachzureichen. Wer sich zu früh rechtfertigt, liefert der Behörde ungewollt Beweise: Wer schreibt „Ich bin an dieser Stelle nur 20 km/h zu schnell gefahren, nicht 30“, hat eingeräumt, gefahren zu sein – und damit die wichtigste Verteidigungslinie aufgegeben. Dasselbe gilt für den Zeugenfragebogen und die Anhörung vor dem Bescheid: Angaben zur Person sind Pflicht, Angaben zur Sache nicht.

Was nach dem Einspruch passiert: Behörde, Staatsanwaltschaft, Amtsgericht

Mit dem Einspruch beginnt ein Verfahren in drei Stufen – und auf jeder Stufe kann es enden:

Der Weg des Einspruchs

1
Zwischenverfahren bei der Bußgeldstelle (§ 69 Abs. 2 OWiG)Die Behörde prüft ihren Bescheid selbst: Sie kann ihn zurücknehmen, das Verfahren einstellen oder – mit Ihrer Zustimmung – einen geänderten Bescheid erlassen, etwa ohne Fahrverbot. Viele Verfahren enden hier, wenn der Anwalt nach Akteneinsicht konkrete Fehler benennt.
2
Abgabe an die StaatsanwaltschaftHält die Behörde am Bescheid fest, gibt sie die Akte über die Staatsanwaltschaft an das Amtsgericht ab. Die Staatsanwaltschaft kann das Verfahren ebenfalls einstellen.
3
Entscheidung des AmtsgerichtsHauptverhandlung oder – mit Zustimmung beider Seiten – Beschluss ohne Verhandlung (§ 72 OWiG). Sie müssen erscheinen, können sich aber entbinden lassen (§ 73 OWiG); ohne Entbindung wird der Einspruch verworfen (§ 74 Abs. 2 OWiG). Das Gericht kann einstellen, freisprechen, mildern – oder verschärfen.

Das Gericht ist nicht an den Bescheid gebunden: Es kann das Verfahren einstellen, freisprechen, das Bußgeld senken, das Fahrverbot streichen – aber auch die Geldbuße erhöhen, denn ein Verschlechterungsverbot gibt es nach einem Einspruch nicht. Das ist ein Grund, den Einspruch nicht blind einzulegen, sondern nach Akteneinsicht zu entscheiden, ob und in welchem Umfang er aufrechterhalten wird. Wie das Verfahren im Detail läuft: Bußgeldbescheid – der Ratgeber.

Beschränkung und Rücknahme des Einspruchs

§ 67 Abs. 2 OWiG erlaubt es, den Einspruch auf bestimmte Beschwerdepunkte zu beschränken – in der Praxis fast immer auf die Rechtsfolgen: Sie akzeptieren den Vorwurf, streiten aber über die Höhe des Bußgelds oder das Fahrverbot. Das ist der übliche Weg, wenn die Messung hält, aber ein Fahrverbot beruflich existenzgefährdend wäre: Das Gericht kann vom Fahrverbot absehen und die Geldbuße erhöhen (§ 4 Abs. 4 BKatV), etwa bei einem Augenblicksversagen oder wenn der Verlust des Arbeitsplatzes droht. Die Beschränkung ist auch später noch möglich, solange das Gericht nicht entschieden hat.

Der Einspruch kann außerdem bis zur Verkündung des Urteils zurückgenommen werden (§ 71 OWiG i.V.m. § 411 Abs. 3 StPO). Das ist sinnvoll, wenn die Akteneinsicht keine Angriffspunkte ergibt: Die Rücknahme vermeidet zusätzliche Gerichtskosten, und der Bescheid wird so rechtskräftig, wie er ist. Nach der Rücknahme ist der Rechtsweg endgültig erschöpft – ein zweiter Einspruch ist nicht möglich.

Frist versäumt? Die Wiedereinsetzung (§ 52 OWiG)

Haben Sie die Zwei-Wochen-Frist unverschuldet versäumt – etwa wegen eines Krankenhausaufenthalts oder eines längeren Auslandsaufenthalts ohne Nachsendeauftrag –, bietet § 52 OWiG in Verbindung mit § 44 StPO die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Sie müssen innerhalb einer Woche nach Wegfall des Hindernisses den Einspruch nachholen, die Wiedereinsetzung beantragen und die Gründe glaubhaft machen – etwa durch eine Bescheinigung der Klinik oder Reiseunterlagen. Ein gewöhnlicher zwei- oder dreiwöchiger Urlaub gilt dabei als ausreichend entschuldigt; wer länger als sechs Wochen abwesend ist, muss Vorkehrungen für die Post treffen. Auch die Wiedereinsetzung ist fristgebunden – hier zählt jeder Tag, und ein Anwalt sollte den Antrag formulieren.

Strategische Vorteile eines Einspruchs

Ein Einspruch dient nicht nur dazu, ein Bußgeld komplett zu streichen. Er eröffnet taktische Möglichkeiten:

Fahrverbot verschieben
Durch den Einspruch tritt die Rechtskraft später ein. Bei Ersttätern beginnt das Fahrverbot ohnehin erst mit Abgabe des Führerscheins, spätestens vier Monate nach Rechtskraft (§ 25 Abs. 2a StVG) – so lässt es sich in den Urlaub legen. Fahrverbot umgehen: die legalen Wege.
Geldbuße statt Fahrverbot
In Härtefällen kann das Gericht vom Fahrverbot absehen und die Geldbuße erhöhen (§ 4 Abs. 4 BKatV) – etwa bei Augenblicksversagen oder drohendem Arbeitsplatzverlust.
Einstellung gegen Auflage
Bei kleineren Verstößen stellt das Gericht das Verfahren häufig gegen eine geringe Auflage ein (§ 47 Abs. 2 OWiG), um eine Hauptverhandlung zu vermeiden – ohne Punkte, ohne Fahrverbot.
Verjährung nutzen
Die Verfolgungsverjährung wird durch den Bescheid unterbrochen und läuft danach mit sechs Monaten weiter; sie ruht ab Eingang bei Gericht. Wer den Bescheid erst nach Ablauf der Frist erhalten hat, gewinnt allein deshalb – die Fristen im Detail: Blitzer-Verjährung.
Anzeige

Einspruch einlegen, beschränken oder zurücknehmen? Das entscheidet die Akte.

Laden Sie Ihren Bescheid hoch – Fachanwalt für Verkehrsrecht Yves Junker gibt Ihnen eine kostenlose, unverbindliche Ersteinschätzung zu Messung, Frist und Fahrverbot. Bundesweit.

Check ausfüllen – unverbindlich & schnell →

Kosten und Risiken des Einspruchs

Der Einspruch selbst kostet nichts. Kosten entstehen erst, wenn das Amtsgericht entscheidet und den Einspruch verwirft oder Sie verurteilt: Dann tragen Sie die Gerichtskosten (eine Gebühr von zehn Prozent der Geldbuße, mindestens 55 €) und Ihre eigenen Anwaltskosten. Wird das Verfahren eingestellt oder Sie freigesprochen, trägt die Staatskasse die Kosten – einschließlich der notwendigen Auslagen für Ihren Anwalt. Die Anwaltsgebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und liegen im Bußgeldverfahren typischerweise im mittleren dreistelligen Bereich; eine Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt sie in der Regel, meist ohne Wartezeit für Bußgeldsachen. Das eigentliche Risiko ist nicht finanziell, sondern das fehlende Verschlechterungsverbot: Das Gericht darf die Geldbuße erhöhen, wenn es Vorsatz oder Voreintragungen anders bewertet als die Behörde – siehe höheres Bußgeld durch Voreintragungen. Deshalb gehört vor die Entscheidung über die Aufrechterhaltung des Einspruchs die Akteneinsicht.

Warum anwaltliche Hilfe beim Einspruch entscheidend ist

Ein Einspruch „auf eigene Faust“ führt selten zum Erfolg, weil die Behörde ihre eigenen Bescheide ungern korrigiert und Sie als Betroffener nur eingeschränkt Akteneinsicht erhalten. Der Hebel liegt in der technischen Prüfung: Nur der Verteidiger bekommt die vollständige Messakte mit Eichschein, Schulungsnachweisen der Messbeamten, Messprotokoll, Aufstellungsskizze und – nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts – auf Antrag auch die digitalen Rohmessdaten. Dort finden sich die Fehler, die ein Verfahren beenden: nicht eingehaltene Messabstände, fehlende Eichung, unklare Fahrerzuordnung, verspätete Zustellung. Und der Verteidiger entscheidet mit Ihnen, ob der Einspruch aufrechterhalten, beschränkt oder zurückgenommen wird – das ist die Frage, an der die meisten Laien scheitern. Wie Sie das Schreiben der Bußgeldstelle richtig einordnen: Bußgeldstellen-Verzeichnis.

– Anzeige –
Yves Junker
Fachanwalt für Verkehrsrecht Yves Junker
4,9 (43) • Google Profil
Kostenloser Bußgeld-Check
Einspruch kostenlos prüfen
Auswertung zu Ihrer Blitzermessung
Punkte & Fahrverbot vermeiden
Welcher Verstoß wird Ihnen vorgeworfen?
Geschwindigkeit überschritten
Rote Ampel überfahren
Abstand nicht eingehalten
Telefonieren am Steuer
Alkohol am Steuer
Fahrerflucht
Unfall
Sonstiges
Wo sind Sie geblitzt worden?
Innerorts
Außerorts
Wie viel km/h sind Sie zu schnell gefahren?
0–15 km/h
16–20 km/h
21–30 km/h
31–40 km/h
41–50 km/h
Über 50 km/h
Wie lange stand die Ampel schon auf rot?
Unter 1 Sekunde
Über 1 Sekunde
Unsicher
Welcher Abstand wurde bei Ihnen gemessen?
5/10 < des halben Tachowertes
4/10 < des halben Tachowertes
3/10 < des halben Tachowertes
2/10 < des halben Tachowertes
1/10 < des halben Tachowertes
Welches Messgerät hat Sie geblitzt?
Einseitensensor (ESO 3.0 / 8.0)
Gatsco GTC
Lasermessung
Poliscan Speed / Fm1 / M1
Traffistar S330 / S350
VKS 3.0 / 4.5
Anderes / Unsicher
Welches Schreiben haben Sie als letztes erhalten?
Anhörung im Bußgeldverfahren
Bußgeldbescheid
Zeugenfragebogen
Bisher noch nichts
Ich weiß es nicht
Sind Sie rechtsschutzversichert?
Ja
Nein
Für Ihr kostenloses Prüfungsergebnis benötigen wir nur noch Ihre Kontaktdaten:

100% kostenlos & unverbindlich. Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen.

– Anzeige –
Angebot eines Partneranwalts; Anfragen werden direkt weitergeleitet. „JUSORA – Ihr gutes Recht“ erbringt keine Rechtsberatung.
Datenschutzhinweise (Kurzfassung)

Verantwortlicher für die Erhebung auf dieser Seite:
Jusora – Ihr gutes Recht, ein Geschäftsbereich der Leadsleader Marketing UG (haftungsbeschränkt), Erkrather Str. 401, E-Mail: info | at | jusora.de

Zweck: Weiterleitung Ihrer Anfrage an den benannten Partneranwalt zur kostenlosen Ersteinschätzung und ggf. anschließenden Mandatsanbahnung.

Empfänger: Rechtsanwalt Yves Junker LL.M., bussgeldexperte.org (eigener Verantwortlicher i.S.d. DSGVO).

Rechtsgrundlagen: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung zur Weitergabe); bei Mandatsanbahnung zusätzlich Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

Speicherdauer: bei jusora.de bis zur Weiterleitung und abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage; beim Partneranwalt gemäß dessen Vorgaben/Aufbewahrungsfristen.

Ihre Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerruf erteilter Einwilligungen (mit Wirkung für die Zukunft), Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Häufige Fragen zum Einspruch nach § 67 OWiG

Kann ich den Einspruch per E-Mail einlegen?

Nur, wenn die Behörde dafür einen elektronischen Zugang eröffnet hat – das steht in der Rechtsbehelfsbelehrung des Bescheids. Ohne ausdrücklichen Hinweis ist eine einfache E-Mail riskant. Fax mit Sendebericht oder Brief mit Nachweis sind sicher.

Muss ich das Bußgeld nach dem Einspruch trotzdem zahlen?

Nein. Der Einspruch verhindert die Rechtskraft; bis zur Entscheidung des Gerichts werden weder Bußgeld noch Fahrverbot vollstreckt und keine Punkte eingetragen.

Was passiert, wenn ich nicht zur Hauptverhandlung erscheine?

Ohne Entbindung vom persönlichen Erscheinen verwirft das Gericht den Einspruch (§ 74 Abs. 2 OWiG), und der Bescheid wird rechtskräftig. Lassen Sie sich deshalb rechtzeitig durch Ihren Anwalt entbinden, wenn Sie nicht selbst erscheinen wollen.

Kann das Gericht die Strafe erhöhen, wenn ich Einspruch einlege?

Ja. Im Bußgeldverfahren gibt es kein Verschlechterungsverbot; das Gericht kann die Geldbuße erhöhen oder ein Fahrverbot verhängen, das im Bescheid fehlte. Das ist selten, aber ein Grund, den Einspruch nach Akteneinsicht zu überdenken.

Wie lange dauert das Verfahren nach einem Einspruch?

Von der Einlegung bis zur Entscheidung des Amtsgerichts vergehen meist drei bis neun Monate, je nach Gericht. Die Verfolgungsverjährung ruht in dieser Zeit – das Verfahren "verjährt" also nicht einfach weg.

Quellen & Paragraphen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung; JUSORA erbringt keine Rechtsdienstleistungen. Fristen und Formvorgaben können im Einzelfall abweichen – maßgeblich ist die Rechtsbehelfsbelehrung Ihres Bescheids. Über JUSORA erhalten Sie zu Ihrem Bescheid eine kostenlose Ersteinschätzung durch unseren Partneranwalt.




SEO- & Legal-Tech Experte

Christian Hollmann

Autor & Gründer
Christian Hollmann ist Mitgründer von JUSORA® und seit 2005 im Aufbau von komplexen Informationsstrukturen tätig. Mit langjähriger Erfahrung in der Erstellung juristischer Inhalte für Kanzleien bereitet er Rechtsthemen klar, strukturiert und leserfreundlich auf.
Fachliche Prüfung: Rechtsanwalt Yves Junker hat die Inhalte dieser Seite fachlich geprüft. Er unterstützt JUSORA® mit seiner Expertise zu Ordnungswidrigkeiten, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Bußgeldsachen.

Aktuelle News & Rechtstipps:

AbmahnungKI-generiertes SymbolbildEine Abmahnung ist die Vorstufe zur Kündigung – aber sie verbraucht zugleich das Kündigungsrecht für genau diesen Vorfall.
Alkohol & DrogenKI-generiertes SymbolbildNicht der Messwert allein entscheidet über Bußgeld oder Strafverfahren – sondern die Frage, ob Ausfallerscheinungen dokumentiert wurden.
Entziehung & MPUKI-generiertes SymbolbildEntziehung der Fahrerlaubnis: Anders als beim Fahrverbot erlischt die Fahrerlaubnis vollständig – zurück führt nur ein Neuantrag nach Ablauf der Sperrfrist.
EntgelttransparenzgesetzKI-generiertes SymbolbildGleicher Lohn für gleiche Arbeit: Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970 verpflichtet Arbeitgeber erstmals zu Gehaltsspannen in Stellenanzeigen und schafft ein Auskunftsrecht für alle Beschäftigten – unabhängig von der Betriebsgröße
KündigungsschutzklageKI-generiertes SymbolbildVom Ende zum Neuanfang – wer seine Rechte kennt, behält auch in stürmischen Zeiten die volle Kontrolle
Alle Artikel anzeigen


JUSORA – Ihr gutes Recht

Rechtliche Probleme können verunsichern und viele Fragen aufwerfen. Bei JUSORA bemühen wir uns, diese Themen so aufzubereiten, dass sie greifbarer werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das eigene Anliegen direkt an spezialisierte Expertinnen und Experten heranzutragen.

Mehr über JUSORA


Wissen | Recht einfach erklärt

Immer wieder neue Einblicke in Rechtswissen & Paragraphen.

§ 184k-Reform: Deepfakes und bildbasierte Gewalt vor der Strafbarkeit (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
Digitale Gewalt Deepfake
Deepfakes, heimliche Aufnahmen, Racheporno ᐅ Wie die § 184k-Reform bildbasierte Gewalt bestrafen will.
Das geplante Gesetz gegen digitale Gewalt weitet den Upskirting-Paragrafen aus: sexuali...
Höheres Bußgeld durch Voreintragungen? (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
§ 17 OWiG Voreintragungen
Abweichung vom Bußgeldkatalog ᐅ Vorsatz und Beharrlichkeit
Infos zur Erhoehung von Bussgeldern bei Vorsatz oder Beharrlichkeit. Wir erklären welch...
Rote Ampel überfahren (§ 37 StVO): Strafen, Punkte und Fahrverbot beim Rotlichtverstoß (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
Bußgeldkatalog § 37 StVO
Rote Ampel überfahren (§ 37 StVO) ᐅ Strafen & Einspruch
Geblitzt an der roten Ampel? Erfahren Sie alles zu § 37 StVO, dem Rotlichtverstoß nach ...
Straßenverkehrs-Ordnung (StVO): Regeln, Pflichten, Bußgelder und typische Verstöße
StVO Übersicht
StVO Verstoß ᐅ (Hilfe bei Bußgeld und Einspruch)
Haben Sie gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen? Wir erklären den Ablauf von Bußge...
§ 261 StGB: Geldwäsche – Tatbestand, Strafen und Verteidigung bei einem Geldwäschevorwurf (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
StGB § 261
Vorwurf Geldwäsche ᐅ (Hilfe bei Paragraf 261 StGB Ermittlung)
Haben Sie eine Vorladung wegen Geldwäsche erhalten? Wir erklären den Ablauf des Verfahr...
Neue Assistenzsysteme-Pflicht: Warum der Tempowarner nicht vor dem Blitzer schützt (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
Bußgeldkatalog Assistenzsysteme-Pflicht
Assistenzsysteme-Pflicht ᐅ Tempowarner, Abschalten & Haftung
Seit 7.7.2026 sind neue Assistenzsysteme Pflicht. Schützt der Tempowarner vor Blitzern?...
A-Verstoß in der Probezeit: Liste, Folgen & Aufbauseminar (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
Verkehr A-Verstoß
A-Verstoß in der Probezeit: Katalog, Folgen und Maßnahmenstufen
Welche Verstöße nach Anlage 12 FeV als A-Verstoß gelten, ab wann Aufbauseminar und Prob...
Fahrverbot und MPU vermeiden: Verteidigung bei § 315d StGB und § 24a StVG (Update 2026) (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
§ 315d StGB illegale Autorennen
Einzelrennen und MPU ᐅ (Strafen und Führerscheinentzug)
Was tun bei Vorwurf eines illegalen Einzelrennens oder Fahrt unter Cannabis? Erfahren S...
Haftung im Unternehmen: Die Aufsichtspflichtverletzung nach § 130 OWiG (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
OWiG Unternehmenshaftung
Aufsichtspflicht § 130 OWiG ᐅ (Haftung für Geschäftsführer)
Was bedeutet die Verletzung der Aufsichtspflicht nach Paragraf 130 OWiG? Erfahren Sie a...
Machtkampf um Blitzer-Apps: Bundesregierung lehnt das geforderte "Totalverbot" (Besitz & Installation) ab (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
Blitzer-App Verbot
Blitzer-App im Auto ᐅ Aktuelle Regeln und Strafen
Das geplante Totalverbot von Blitzer Apps ist vorerst vom Tisch. Erfahren Sie alles zur...
Kanzleiprofil auf JUSORA: kostenlos eintragen, Rechtstipps veröffentlichen (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
Legal Tech Google Sterne
Mehr als nur eine Visitenkarte ᐅ Wie Sie mit Jusora Mandanten gewinnen
Schluss mit kompliziertem Content-Marketing. Auf Jusora.de veröffentlichen Sie Rechtsti...
Firmenwagen geblitzt ᐅ Wer zahlt? Pflichten für Chef & Fahrer (KI-generiertes Symbolbild) KI-generiertes
Symbolbild
Bußgeldkatalog Firmenwagen
Firmenwagen geblitzt: Wer zahlt, wer bekommt die Punkte & was Arbeitgeber jetzt tun müssen
Mit dem Firmenwagen geblitzt: Wer zahlt Bußgeld und bekommt die Punkte? Was Geschäftsfü...