In wenigen Minuten zum Kanzleiprofil: Anmeldung Schritt für Schritt
Kurz gesagt: Die Registrierung als Anwältin oder Anwalt auf JUSORA dauert wenige Minuten und ist dauerhaft kostenlos. Sie brauchen dafür Ihre Kanzleidaten, die Kammerzugehörigkeit und eine E-Mail-Adresse. Nach der Prüfung der Zulassung wird das Profil freigeschaltet. Was danach über den Erfolg entscheidet, ist nicht die Anmeldung selbst, sondern drei Dinge: präzise Rechtsgebiete statt einer langen Liste, mindestens ein eigener Rechtstipp zu einer Frage aus Ihrer Praxis und eine schnelle Reaktion auf Anfragen. Rechtstipps sind dabei der sichtbarste Teil: Neun davon stehen auf der JUSORA-Startseite, und im Hauptmenü führt ein eigener Punkt zur Übersicht Rechtstipps. Warum das Modell ohne Provision arbeitet und was es berufsrechtlich bedeutet, steht auf der Seite zum Kanzleiprofil.
Was Sie bereithalten sollten
Die Anmeldung geht schneller, wenn Sie vorher kurz zusammentragen, was abgefragt wird. Viel ist es nicht – die letzten beiden Punkte sind keine Pflichtfelder, entscheiden aber später über die Wirkung des Profils:
Zulassung
Zuständige Rechtsanwaltskammer und Zulassungsdaten. Kanzleigröße und Rechtsform spielen keine Rolle – Einzelanwälte sind ebenso willkommen wie Sozietäten.
Pflicht
Kanzleidaten
Anschrift, Telefon, E-Mail, Website. Bei mehreren Standorten der Hauptsitz – weitere lassen sich später ergänzen.
Pflicht
Rechtsgebiete
Ihre tatsächlichen Schwerpunkte, dazu Fachanwaltstitel, falls vorhanden. Überlegen Sie vorher, worauf Sie gefunden werden wollen.
Pflicht
Foto
Ein aktuelles Porträt im Hochformat. Nicht zwingend, aber der einzelne Faktor mit dem größten Einfluss darauf, ob jemand Kontakt aufnimmt.
Empfohlen
Kurzvorstellung
Drei bis vier Sätze, die mit dem Problem des Mandanten beginnen, nicht mit dem Gründungsjahr. Wer das vorher formuliert, füllt das Feld nicht später „irgendwann“ aus.
Empfohlen
Thema für den ersten Rechtstipp
Eine Frage, die im Erstgespräch immer wieder kommt. Mehr braucht es nicht – Rechtstipps werden auf der Startseite und im Menüpunkt Rechtstipps ausgespielt.
Empfohlen
Registrierung Schritt für Schritt
Formular aufrufen
Über die Seite Als Anwalt eintragen. Sie hinterlegen E-Mail-Adresse und ein Passwort – damit ist der Zugang zum Dashboard eingerichtet.
Kanzlei- und Zulassungsdaten eingeben
Name, Anschrift, Kammer. Diese Angaben dienen der Prüfung und erscheinen teilweise im öffentlichen Profil.
Prüfung abwarten
Wir gleichen die Zulassung ab, bevor das Profil freigeschaltet wird. Das schützt Sie vor Einträgen unter fremdem Namen und hält die Qualität des Verzeichnisses hoch.
Profil vervollständigen
Rechtsgebiete, Kurzvorstellung, Foto, Sprachen, Erreichbarkeit. Alles jederzeit änderbar; Änderungen sind sofort wirksam.
Ersten Rechtstipp veröffentlichen
Der Schritt, den die meisten überspringen – und der den größten Unterschied macht. Dazu unten mehr.
In wenigen Minuten eingerichtet
Dauerhaft kostenlos, ohne Laufzeit und ohne Provision pro Mandat. Jederzeit änder- und löschbar.
Hier wird die häufigste Chance verschenkt. Der Reflex lautet: möglichst viele Gebiete anklicken, um in möglichst vielen Suchen aufzutauchen. Das Gegenteil wirkt besser.
Wer ein Dutzend Rechtsgebiete angibt, konkurriert in jedem davon mit Spezialisten und wirkt in keinem überzeugend. Wer drei angibt und dazu den konkreten Schwerpunkt benennt, wird von genau den Mandanten gefunden, deren Fall er wirklich bearbeiten will.
Verkehrsrecht (Schwerpunkt Bußgeldverfahren und Fahrerlaubnisrecht), Strafrecht
„Wir beraten in allen Fragen des Wirtschaftsrechts.“
„Verteidigung in Steuer- und Wirtschaftsstrafverfahren, insbesondere bei Durchsuchungen und Betriebsprüfungen.“
Fachanwaltstitel nicht hinterlegt
Fachanwaltstitel eingetragen – Nutzer können gezielt danach filtern
Ein Hinweis zur Bezeichnung: Fachanwaltstitel dürfen nur führen, wer sie verliehen bekommen hat. Begriffe wie „Spezialist für…“ sind nur unter engen Voraussetzungen zulässig; „Tätigkeitsschwerpunkt“ und „Interessenschwerpunkt“ sind die sicheren Formulierungen (§ 7 BORA).
Profiltext und Foto
Der Profiltext hat eine einzige Aufgabe: Er soll jemandem, der gerade einen Bescheid oder eine Kündigung in der Hand hält, das Gefühl geben, hier richtig zu sein. Das gelingt selten mit einer Kanzleichronik.
Mit dem Problem beginnen, nicht mit sich selbst
„Wenn ein Bußgeldbescheid mit Fahrverbot im Briefkasten liegt, zählen die ersten zwei Wochen“ wirkt anders als „Unsere Kanzlei wurde 2009 gegründet“. Die Historie kann danach kommen.
Konkret statt allgemein
Nennen Sie typische Fallkonstellationen, die Sie bearbeiten. Wer sich darin wiedererkennt, nimmt Kontakt auf.
Erreichbarkeit benennen
Wann sind Sie erreichbar, wie schnell antworten Sie üblicherweise, gibt es einen Rückruf? Bei dringenden Sachen entscheidet genau das.
Keine Erfolgsversprechen
Quoten, Garantien oder Vergleiche mit namentlich genannten Kollegen sind berufsrechtlich heikel und wirken ohnehin unseriös (§ 43b BRAO).
Ein Foto, das Sie zeigt
Kein Logo, kein Bücherregal ohne Menschen. Freundlich, aktuell, gut ausgeleuchtet. Das ist keine Eitelkeit – Mandanten entscheiden sich für Personen, nicht für Briefköpfe.
Die eigene Website nicht vergessen
Das Profil ersetzt keinen eigenen Auftritt, es ergänzt ihn. Wer dort Nachholbedarf hat, findet bei spezialisierten Anbietern Unterstützung – etwa bei seoexperten.org, die auf Websites und Sichtbarkeit für Kanzleien ausgerichtet sind.
Den ersten Rechtstipp schreiben
Ein einziger guter Beitrag verändert die Wirkung eines Profils mehr als jede Selbstbeschreibung. Der Aufwand ist überschaubar, wenn man beim Thema richtig ansetzt.
Die beste Themenquelle liegt in Ihrem Posteingang
Schreiben Sie über die Frage, die Mandanten Ihnen in jedem dritten Erstgespräch stellen. Die haben Sie schon hundertmal beantwortet, Sie brauchen keine Recherche – und genau danach wird gesucht. Allgemeine Übersichten zum Strafrecht gibt es dagegen tausendfach; die findet niemand.
Eine Frage, ein Beitrag
Nicht „Alles zum Bußgeldverfahren“, sondern „Was passiert, wenn ich den Anhörungsbogen nicht zurückschicke?“. Je enger die Frage, desto eher wird der Beitrag gefunden.
Mit der Antwort beginnen
Die Kernaussage gehört in die ersten drei Sätze, nicht ans Ende. Wer erst die Rechtslage von 1953 aufrollt, verliert die Leser vorher.
Paragraphen nennen, aber erklären
Die Norm schafft Vertrauen und wird von Suchmaschinen erkannt. Ohne Erklärung nützt sie dem Leser nichts.
Praxiswissen einbauen, das nicht im Gesetz steht
Wie lange eine bestimmte Behörde braucht, worauf Gerichte im Bezirk achten, welcher Einwand regelmäßig funktioniert. Das ist der Teil, den kein Portal und keine KI liefern kann – und der Sie von austauschbaren Beiträgen unterscheidet.
Sachlich bleiben
Information statt Werbung, keine Erfolgsversprechen, kein Vergleich mit Kollegen. Das ist berufsrechtlich geboten und wirkt zugleich überzeugender.
Länge: lieber kurz und fertig als lang und nie veröffentlicht
Ein präziser Beitrag von 400 Wörtern schlägt den nie geschriebenen Grundsatzartikel. Nachlegen können Sie jederzeit.
Wo Ihre Rechtstipps erscheinen
Dass Rechtstipps wirken, liegt nicht nur an Suchmaschinen. Sie sind auf JUSORA an zwei Stellen fest eingebunden, an denen ohnehin der meiste Verkehr entlangläuft:
Neun Beiträge auf der Startseite
Auf der JUSORA-Startseite laufen neun Rechtstipps in einem Slider, jeweils drei nebeneinander. Das ist die meistbesuchte Seite des Portals – Ihr Beitrag steht dort mit Titel, Kanzleiname und Verlinkung auf Ihr Profil.
Eigener Menüpunkt im Header
Im Hauptmenü führt der Punkt Rechtstipps zur vollständigen Übersicht, sortiert nach Datum. Der jüngste Beitrag steht oben – wer regelmäßig schreibt, ist dort dauerhaft präsent.
Für die Startseite gilt damit ein einfacher Zusammenhang: Es gibt neun Plätze, und sie werden aus den vorhandenen Beiträgen besetzt. Wer keinen veröffentlicht, kann dort nicht erscheinen.
Bewertungen anfragen – und was dabei gilt
Kanzleien, die aktiv um Rückmeldungen bitten, sammeln über die Zeit ein ausgewogenes Bild. Wer es dem Zufall überlässt, bekommt überwiegend Bewertungen von Unzufriedenen – die schreiben nämlich von selbst.
Der praktikabelste Weg: ein Satz im Abschlussschreiben, wenn das Mandat gut gelaufen ist. Kein Formular, keine Erinnerungskette, keine Gegenleistung. Drei bis fünf echte Bewertungen verändern die Wirkung eines Profils bereits deutlich.
Nur echte Mandanten
Gekaufte oder erfundene Bewertungen sind wettbewerbswidrig – für die Kanzlei wie für das Portal. Wer Bewertungen zugänglich macht, muss zudem darüber informieren, ob und wie die Echtheit sichergestellt wird (§ 5b Abs. 3 UWG).
Keine Gegenleistung
Rabatte oder Vergünstigungen für eine Bewertung sind unzulässig und beschädigen die Aussagekraft.
Verschwiegenheit
Weder Sie noch der Mandant sollten in einer öffentlichen Bewertung Fallinhalte preisgeben. Ihre eigene Verschwiegenheitspflicht gilt auch bei einer Antwort auf eine Bewertung – auch auf eine negative.
Sachlich auf Kritik reagieren
Eine ruhige, allgemeine Antwort wirkt auf Mitlesende oft stärker als die Bewertung selbst. Details zum Mandat gehören dort keinesfalls hin.
Zur Einordnung, was Bewertungen für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen tatsächlich bewirken – und was nicht – siehe den Abschnitt auf der Seite zum Kanzleiprofil.
Anfragen bearbeiten
Anfragen laufen im Dashboard auf. Was danach passiert, entscheidet über das Mandat – und hier liegt der am meisten unterschätzte Hebel.
Wer sich an JUSORA wendet, hat in aller Regel eine Frist im Nacken: zwei Wochen beim Bußgeldbescheid, drei Wochen bei einer Kündigung, einen Monat beim Behördenbescheid. Diese Menschen fragen selten nur bei einer Kanzlei an. Wer zuerst antwortet, bekommt das Mandat – nicht zwingend, wer am längsten zugelassen ist.
SofortBenachrichtigungen einschalten
Eine Anfrage, die drei Tage im Dashboard liegt, ist meist schon woanders gelandet.
Am selben TagKurz antworten reicht
Eine Rückmeldung mit dem nächsten Schritt und einem Terminvorschlag genügt. Die inhaltliche Prüfung kommt danach.
Auch dannAbsagen ist eine Antwort
Passt der Fall nicht zu Ihnen, ist ein Zweizeiler besser als Schweigen. Das kostet eine Minute und vermeidet eine schlechte Bewertung.
Vorsicht ist bei Rechtsrat vorab geboten: Eine erste Einschätzung ohne Kenntnis der Unterlagen ist riskant – für den Ratsuchenden wie haftungsrechtlich für Sie. Sinnvoller ist der Hinweis, welche Unterlagen Sie für eine Einschätzung brauchen.
Häufige Fehler
Das kostet die meisten Profile ihre Wirkung
Profil nach der Anmeldung nicht vervollständigt. Pflichtfelder allein reichen nicht – ohne Foto, Kurzvorstellung und Schwerpunkte bleibt der Eintrag ein Adressdatensatz.
Zu viele Rechtsgebiete angeklickt. Wer alles kann, wird für nichts gefunden.
Kein einziger Rechtstipp veröffentlicht. Das ist die Funktion mit dem größten Effekt und wird am häufigsten ausgelassen – und es ist der einzige Weg auf die Startseite.
Veraltete Kontaktdaten. Eine nicht mehr existierende Durchwahl kostet das Mandat sicherer als jede Konkurrenz.
Langsame Reaktion. Wer erst nach einer Woche antwortet, erreicht einen Ratsuchenden, dessen Frist zur Hälfte abgelaufen ist.
Nie um Bewertungen gebeten. Dann entsteht das Bild allein aus den Rückmeldungen Unzufriedener.
Jetzt Profil anlegen
Kanzleidaten hinterlegen, Rechtsgebiete wählen, ersten Rechtstipp schreiben. Dauerhaft kostenlos, ohne Bindung.
Das Ausfüllen des Formulars dauert wenige Minuten. Danach prüfen wir die Zulassung, bevor das Profil freigeschaltet wird. Die Vervollständigung des Profils – Foto, Schwerpunkte, Kurzvorstellung – sollten Sie mit etwa einer halben Stunde ansetzen; sie entscheidet über die Wirkung mehr als die Anmeldung selbst.
Keine Dokumente zum Hochladen. Erforderlich sind Kanzleidaten, die zuständige Rechtsanwaltskammer und eine E-Mail-Adresse. Sinnvoll ist außerdem ein aktuelles Porträtfoto und eine Vorüberlegung, welche Rechtsgebiete und Schwerpunkte Sie angeben wollen.
Ja. Es gibt keine ablaufende Testphase, keine automatische Umstellung auf ein Bezahlpaket und keine Mindestlaufzeit. Kostenpflichtig ist ausschließlich die optionale Exklusivpartnerschaft, die gesondert vereinbart wird. Eine Provision pro Anfrage oder Mandat fällt nicht an.
Ja. Voraussetzung ist allein die Zulassung; Kanzleigröße und Rechtsform spielen keine Rolle. Für Einzelkanzleien ist der Effekt oft größer, weil sie seltener über eine eigene, auf Suchmaschinen optimierte Website verfügen.
Bei der Anmeldung geben Sie zunächst den Hauptsitz an. Weitere Standorte lassen sich anschließend im Dashboard ergänzen. Das ist sinnvoll, weil Nutzer im Verzeichnis nach Ort filtern und ein zweiter Standort zusätzliche Regionen erschließt.
Nein, das Profil funktioniert auch ohne. Es ist aber die Funktion mit dem größten Effekt: Beiträge werden eigenständig gefunden und führen Leser zu Ihrem Profil. Hinzu kommt die Platzierung im Portal selbst – neun Rechtstipps laufen im Slider auf der Startseite, und der Menüpunkt Rechtstipps listet alle Beiträge nach Datum.
An drei Stellen: im Slider auf der Startseite (neun Beiträge, jeweils drei nebeneinander), in der Übersicht unter dem Menüpunkt Rechtstipps, sortiert nach Datum, sowie auf Ihrem eigenen Kanzleiprofil. Jeder Beitrag hat zusätzlich eine eigene Adresse und kann darüber direkt gefunden und verlinkt werden.
Anfragen laufen im Dashboard auf; zusätzlich lassen sich Benachrichtigungen aktivieren. Das sollten Sie tun – Ratsuchende, die über JUSORA kommen, haben meist eine laufende Frist und fragen bei mehreren Kanzleien parallel an.
Ja, jederzeit und ohne Frist. Nach der Löschung wird das Profil aus dem Verzeichnis entfernt. Sie können es ebenso jederzeit bearbeiten; Änderungen sind sofort wirksam.
Ja. Ein sachlicher Verzeichniseintrag mit Rechtsgebieten, Standort und Kontaktdaten ist von § 43b BRAO gedeckt. Zu beachten sind die Vorgaben zu Bezeichnungen – Fachanwaltstitel nur bei Verleihung, sonst „Tätigkeitsschwerpunkt“ – sowie das Verbot von Erfolgsversprechen. Mehr dazu auf der Seite zum Kanzleiprofil.
Hinweis: Stand der Informationen: September 2026. Dieser Beitrag beschreibt die Anmeldung als Kanzlei auf JUSORA und enthält eine allgemeine Einordnung berufs- und wettbewerbsrechtlicher Vorgaben; er ersetzt keine Rechtsberatung. Für die Bewertung im Einzelfall ist die zuständige Rechtsanwaltskammer zuständig.
Christian Hollmann
Autor & Gründer
Christian Hollmann
ist Mitgründer von JUSORA® und seit 2005 im Aufbau von komplexen Informationsstrukturen tätig. Mit langjähriger Erfahrung in der Erstellung juristischer Inhalte für Kanzleien bereitet er Rechtsthemen klar, strukturiert und leserfreundlich auf.
Rechtliche Probleme können verunsichern und viele Fragen aufwerfen.
Bei JUSORA bemühen wir uns, diese Themen so aufzubereiten, dass sie greifbarer werden.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das eigene Anliegen direkt an spezialisierte Expertinnen und Experten heranzutragen.