● Update vom 5. August 2026 – Die Kontrollwoche läuft
Der Blitzermarathon ist gestartet: Noch bis Sonntag, 9. August 2026, kontrollieren 13 Bundesländer verstärkt. Die Besonderheit dieser Runde: Kein Bundesland veröffentlicht diesmal die konkreten Messstellen vorab – auch Bayern nicht, das seine Listen sonst häufig vorab bereitstellt. Die Schwerpunkte liegen laut den Innenministerien auf Ferien- und Reiserouten, Alleen und Landstraßen sowie dem Umfeld von Schulen, Kliniken und Baustellen.
Zur Einordnung: Bereits bei der April-Aktion registrierte allein Baden-Württemberg über 58.000 Tempoverstöße – die Anhörungsbögen der laufenden Woche erreichen Betroffene erfahrungsgemäß ab Mitte August.
Die erste große Verkehrssicherheitsaktion des Jahres – die Speed Week im April – ist abgeschlossen, und das europäische Netzwerk ROADPOL legt im Sommer nach: Mit dem Blitzermarathon August 2026 findet aktuell die zweite koordinierte Kontrollwoche des Jahres statt. Autofahrer müssen flächendeckend mit Kontrollen rechnen, die weit über die bekannte Geschwindigkeitsüberschreitung hinausgehen.
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Speed Week August: 03. August bis 09. August 2026
Kein zentraler 24h-Haupttag: Anders als im Frühjahr gibt es im August keinen einzelnen Schwerpunkt-Tag. Die Kontrollen verteilen sich gleichmäßig über die gesamte Woche.
Rückblick Speed Week April: 13. bis 19. April 2026 (Haupttag: Mittwoch, 15. April 2026) · Ausblick: Die nächste Speed Week folgt turnusgemäß im April 2027.
Ein wichtiger Unterschied zur Frühjahrsaktion: Da die August-Speed-Week mitten in die Sommerferien fällt, ist die personelle Kapazität in vielen Bundesländern eingeschränkt – diesmal beteiligen sich 13 der 16 Länder. Geblitzt wird dennoch flächendeckend, mit klarem Fokus auf dem Reiseverkehr. Wer jetzt unaufmerksam fährt, riskiert ein teures Foto, Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot.
In dieser Aktionswoche wird nicht nur die Einhaltung der Tempolimits geprüft. Die Behörden nutzen den Blitzermarathon 2026 auch für spezialisierte Kontrollen. Hierzu zählen die LKW Geschwindigkeit auf Bundesstraßen, Abstandsverstöße auf Autobahnen sowie die Erkennung von Handy am Steuer durch moderne Kamerasysteme.
Dass die Länder ihre mobilen Kontrollstellen diesmal geheim halten, heißt nicht, dass Autofahrer blind unterwegs sein müssen. Was feststeht: die über 2.700 dokumentierten Messstellen in unserer redaktionell gepflegten Blitzer-Datenbank – stationäre Anlagen, bekannte Mobil-Standorte und Blitzeranhänger, sortiert nach Autobahnen, Bundesstraßen und Städten. Gerade auf den Ferienrouten wird während der Speed Week bevorzugt dort gemessen, wo ohnehin regelmäßig kontrolliert wird: an Unfallschwerpunkten, Baustellen und den bekannten Dauerstandorten.
Datenwissen statt Rätselraten
Welche Stadt die meisten stationären Blitzer hat, warum Tempo-30-Zonen überwiegend mobil überwacht werden und auf welchen Autobahnen feste Anlagen längst die Ausnahme sind, zeigt unser datenbasierter Blitzer-Report 2026 – die Auswertung aller 2.706 Messstellen unseres Bestands.
Wurden Sie im Rahmen der August-Speed-Week geblitzt? Unser technischer Rechner analysiert Ihren Verstoß unter Berücksichtigung der aktuellen Toleranzabzüge (3 km/h bis 100 km/h, darüber 3 Prozent). Prüfen Sie Ihre Strafe, bevor die Rechtskraft des Bußgeldbescheids eintritt.
Beim Blitzermarathon kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen – in der August-Runde 2026 allerdings mit einer Gemeinsamkeit: Keines der 13 teilnehmenden Länder veröffentlicht die konkreten Messstellen vorab. Selbst Bayern, das seine Listen sonst häufig eine Woche vor der Aktion bereitstellt, hält sich diesmal bedeckt. Umso wertvoller ist der Blick auf die typischen Schwerpunkte, die sich aus den Vorjahren und unserem Messstellenbestand ergeben. Hier ist die JUSORA-Matrix für die 16 Bundesländer:
Schwerpunkt: Blitzer A8 und Blitzer A81 sowie Schwarzwald-Landstraßen. Einsatz von mobilen Lasern der Marke Riegl.
Sonst Vorreiter bei der Listen-Veröffentlichung – diesmal ohne Vorab-Standorte. Fokus: Blitzer A9, Blitzer A8 und Münchener Ring.
Berlin blitzt in 30er-Zonen. Brandenburg fokussiert den Blitzer A10 Ring – und laut Verkehrspolizei diesmal besonders die Alleen und Landstraßen abseits der Autobahnen.
Kontrollen an den großen Brücken und im Hafengebiet. Häufiger Einsatz von TraffiStar S350.
Achten Sie auf das Frankfurter Kreuz und den Bußgeldkatalog Hessen.
Massiver Einsatz auf der Blitzer A2 und Blitzer A7. Viele Messstellen am Standort Niederaula.
Blitz-Hotspots im Ruhrgebiet. Das Heumarer Dreieck ist dauerüberwacht.
A61 Überwachung mit Fokus auf LKW-Abstand (VKS System).
Schwerpunkt A4 und A2. Einsatz von Blitzeranhängern ohne Kennzeichen.
A7 Richtung Dänemark und A19/A20 zur Küste. Mecklenburg-Vorpommern konzentriert sich laut Innenministerium auf unfallträchtige Abschnitte sowie Straßen an Schulen, Kitas, Kliniken und Baustellen – dazu kommt der starke Urlaubsverkehr an die Ostsee.
Überwachung der Tunnelketten auf der A71 und Messstellen auf der A4.
Unsere Datenbank umfasst weit über 1.400 Messstellen allein an Autobahnen und Bundesstraßen. Besonders während der ROADPOL Speed Week im August sind die großen Reise-Achsen betroffen. Hier finden Sie die Übersicht der wichtigsten Autobahnen:
Klassische Standorte wie der Elzer Berg (A3) oder die Strecke bei Leonberg (A8) werden während der August-Speed-Week verstärkt überwacht – gerade an den Wochenenden mit hohem Reiseaufkommen.
Auf den Bundesstraßen lauert die Gefahr vor allem an Einmündungen und in Kurvenbereichen. Hier finden Sie unsere Datenbank der Hotspots:
Besonders aktiv sind die Behörden an Standorten wie der B13 in Ingolstadt oder dem A57-Zubringer B528.
Beim Blitzermarathon 2026 kommen alle verfügbaren Messgeräte zum Einsatz. Jedes System hat spezifische Schwachstellen, die für einen Einspruch relevant sein können. Ein spezialisierter Anwalt prüft grundsätzlich das Messprotokoll und die Rohmessdaten sowie typische Messfehler.
Die Solidarität auf der Straße ist groß, aber rechtlich oft eine Grauzone. Wer die Lichthupe (§ 16 StVO) nutzt, um vor einem Blitzer zu warnen, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Noch strenger ist die Lage bei Blitzer-Apps.
Wichtiges Urteil: Das OLG Karlsruhe hat bestätigt, dass die Nutzung von Apps auch dann verboten ist, wenn der Beifahrer diese nutzt und den Fahrer warnt. Werden Sie erwischt, drohen 75 Euro Bußgeld und ein Punkt im Fahreignungsregister. Erlaubt sind lediglich abstrakte Warnungen im Radio, die den genauen Blitzer Standort nicht preisgeben.
Wer in dieser Woche geblitzt wurde, hört zunächst: nichts. Die Bescheide aus Massenkontrollen brauchen Zeit – und genau dieser Zeitplan entscheidet über Ihre Optionen:
Hektik bei der Messung? Ob 60 km/h in der 30er Zone oder 26 km/h zu schnell: Handeln Sie jetzt.
Massenkontrollen sind für die Bußgeldstellen eine logistische Ausnahmesituation. Die Fehlerquote bei Bescheiden, die im Rahmen der ROADPOL Speed Week erstellt werden, ist erfahrungsgemäß höher als im Normalbetrieb – von der Fahrerzuordnung bei Serienmessungen bis zu lückenhaften Messprotokollen. Wer über Portale wie Anhoerung24 oder das OWI-Portal Post erhält, sollte nichts überstürzen. Häufig lohnt es sich, zunächst das Blitzerfoto anzufechten oder einen Zeugenfragebogen korrekt zu behandeln.
Ein spezialisierter Anwalt prüft, ob Messfehler vorliegen oder ob man ein Fahrverbot umgehen kann. Oft lässt sich durch die Prüfung von Tateinheit und Tatmehrheit das Strafmaß senken. Auch die Verjährung oder die 2x 26 km/h Regel können im Einzelfall entscheidend sein.
Rechtliche Probleme können verunsichern und viele Fragen aufwerfen. Bei JUSORA bemühen wir uns, diese Themen so aufzubereiten, dass sie greifbarer werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das eigene Anliegen direkt an spezialisierte Expertinnen und Experten heranzutragen.
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