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Fahrverbot und MPU vermeiden: Verteidigung bei § 315d StGB und § 24a StVG (Update 2026)

KI-generiertes Symbolbild Fahrverbot und MPU vermeiden: Verteidigung bei § 315d StGB und § 24a StVG (Update 2026)
§ 315d StGB illegale Autorennen
Geprüft von Fachanwalt für Strafrecht Andreas Junge
Fachlich geprüft & verifiziert
Fachanwalt für Strafrecht

Was tun bei Vorwurf eines illegalen Einzelrennens oder Fahrt unter Cannabis? Erfahren Sie alles über das Strafmaß die Fahrzeug Einziehung und Ihre Verteidigung

§ 315d StGB: Das gefährliche „Einzelrennen“ gegen sich selbst

Eines der brisantesten Felder im Verkehrsstrafrecht ist das sogenannte Einzelrennen. Ein verbreiteter Irrtum unter Autofahrern ist der Glaube, dass für ein illegales Rennen zwingend ein zweiter Teilnehmer nötig sei.

Wer jedoch mit nicht angepasster Geschwindigkeit, grob verkehrswidrig und rücksichtslos fährt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, erfüllt den Straftatbestand auch alleine. Die Polizei wertet vermehrt Blitzer, zivile Videofahrzeuge oder Dashcams aus, um Einzelrennen und MPU-Verfahren einzuleiten. Neben drastischen Geldstrafen droht hier unmittelbar die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis noch am Ort der Kontrolle.

§ 315d StGB
Verbotene Kraftfahrzeugrennen: Wer sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Auto weg? Die Einziehung von Fahrzeugen als Tatmittel

Ein massiv unterschätzter Aspekt bei Verfahren nach § 315d StGB ist die Einziehung des Fahrzeugs. Das Auto wird dabei nicht nur vorübergehend auf dem Hof der Polizei sichergestellt, sondern durch das Gericht dauerhaft in das Eigentum des Staates überführt – es wird versteigert.

Egal ob getunter Kleinwagen oder ein hochwertiger Mercedes-Benz: Die Rechtsprechung greift hart durch. Selbst bei Drittfahrzeugen (Firmen- oder Leasingwagen) droht die Einziehung, wenn dem Halter Leichtfertigkeit nachgewiesen wird. Ein spezialisierter Anwalt muss sofort intervenieren, um die Herausgabe zu erzwingen und existenzbedrohende Regressforderungen abzuwenden.

Führerschein oder Fahrzeug beschlagnahmt?

Ob Vorwurf eines illegalen Rennens, Nötigung oder Fahrt unter Betäubungsmitteln: Die ersten Tage nach der Maßnahme entscheiden über Ihre Mobilität. Wir fordern die Ermittlungsakte an und prüfen sofort, ob wir ein Fahrverbot umgehen können.

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Verkehrsstrafrecht Verteidigung 2026

Cannabis am Steuer: Risiko trotz 3,5 ng Grenzwert

Der gesetzliche Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blut (§ 24a StVG) ist fixiert. Dennoch herrscht massive Rechtsunsicherheit. Da der Abbau von Cannabis am Steuer individuell extrem schwankt, bietet der Wert keine absolute Sicherheit. Wer am Wochenende konsumiert, kann am Montag in der Polizeikontrolle immer noch über dem Limit liegen.

Folgen
Sanktionen bei Überschreitung: Ein Bußgeldbescheid über mindestens 500 €, ein Fahrverbot (meist 1 Monat) und die Eintragung von Punkten im Fahreignungsregister.

Die neue MPU-Falle: Unberechenbarkeit der Behörden

Das Hauptproblem nach einer Drogenfahrt ist nicht das Bußgeld, sondern die Information der Fahrerlaubnisbehörde. Die Vermeidung der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) ist der Kern der modernen Verkehrsrechtsberatung. Die Behörde ordnet heute oft schon bei geringen Verdachtsmomenten auf Missbrauch ein Gutachten an.

Vorsicht bei Mischkonsum

Werden bei Ihnen THC und Alkohol nachgewiesen (selbst wenn es unterhalb der Promillegrenze von 0,5 liegt), ordnet die Behörde fast ausnahmslos eine MPU an. Das Gleiche gilt bei dokumentierten Ausfallerscheinungen im Polizeiprotokoll. Hier muss Ihr Anwalt dringend das polizeiliche Messprotokoll anfechten.

Strafmaß-Tabelle: Von Geldstrafe bis Haft

Verstoß Strafe / Folge Aktion
§ 315d StGB
Einzelrennen
Geld-/Haftstrafe, Einziehung Kfz, Fahrerlaubnisentzug Fall prüfen
§ 24a StVG
Cannabis > 3,5 ng
500 € Bußgeld, Fahrverbot, Punkte in Flensburg Fall prüfen
§ 142 StGB
Unfallflucht
Geldstrafe, Regress (Versicherung), Entzug Fahrerlaubnis Fall prüfen

Verteidigungsstrategien gegen Führerscheinentzug

Egal ob Betäubungsmittel oder ein schwerer Verkehrsunfall: Die Ermittlungsbehörden müssen Ihnen die Schuld zweifelsfrei nachweisen. Ein erfahrener Strafverteidiger setzt exakt hier an:

1

Prüfung der Labordaten & Messfehler

Blutentnahme-Protokolle, Blitzer (wie der Gatso GTC-GS11) oder Analyse-Methoden bei THC-Werten weisen oft angreifbare Fehler auf. Liegen Messfehler vor, fällt das wichtigste Beweismittel der Staatsanwaltschaft in sich zusammen.

2

Telemetrie-Gutachten & Fahrereigenschaft

Bei Vorwürfen wie § 315d StGB kann ein technisches Gutachten oft belegen, dass die Fahrweise keine „Rennabsicht“ widerspiegelte. Zudem gilt: Wer schweigt, zwingt die Behörde, den Fahrer zu ermitteln – was besonders bei Blitzerbildern oder Vorwürfen der Fahrerflucht extrem schwer ist.

3

Einstweiliger Rechtsschutz

Wird der Führerschein durch die Behörde entzogen, muss sofort gehandelt werden. Fachanwalt Andreas Junge geht gegen die sofortige Vollziehbarkeit vor, um Ihre Fahrerlaubnis während des laufenden Verfahrens zu sichern.

Droht ein Strafverfahren im Straßenverkehr?

Ob Rennen, Drogen oder Fahrerflucht: Wir prüfen Ihren Fall kostenlos, fordern die Ermittlungsakte an und kämpfen für den Erhalt Ihres Führerscheins.

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FAQ: Häufige Fragen zu Verkehrsstraftaten & MPU

Quellen & Paragraphen

  1. Strafgesetzbuch (StGB): § 315d StGB – Einzelrennen, § 315f StGB – Einziehung von Tatmitteln
  2. Straßenverkehrsgesetz (StVG): § 24a StVG – Cannabis-Grenzwert
  3. Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV): § 13a FeV – MPU-Anordnung bei Cannabis

Hinweis:** Anzeige | Stand der Informationen: 2026. Dieser Fachbeitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine verbindliche Beratung wenden Sie sich bitte an den benannten Partneranwalt.




SEO- & Legal-Tech Experte

Oliver Godolt

Autor & Gründer
Oliver Godolt ist Mitgründer und Autor bei JUSORA®. Mit langjähriger Erfahrung im Performance Marketing und in Legal-Tech-Projekten macht er juristische Inhalte online sichtbar und für Nutzer leicht zugänglich.
Fachliche Prüfung: Rechtsanwalt Andreas Junge hat die Inhalte dieser Seite fachlich geprüft. Er unterstützt JUSORA® mit seiner Expertise zu strafrechtlichen Themen in diesem Beitrag.

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