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A-Verstoß: Definition, Bedeutung, rechtliche Konsequenzen und praktische Auswirkungen

A-Verstoß: Definition, Bedeutung, rechtliche Konsequenzen und praktische Auswirkungen
Verkehr A-Verstoß

Ein A-Verstoß führt zur Probezeitverlängerung und zum Aufbauseminar. Erfahren Sie alles über rechtliche Folgen und Tipps für den Einspruch gegen das Bußgeld.

Was ist ein A-Verstoß?

Als A-Verstoß werden nach deutschem Verkehrsrecht besonders schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten bezeichnet. Sie sind in der Anlage 12 zu § 34 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) ausdrücklich aufgelistet und unterscheiden sich klar von den weniger schwerwiegenden B-Verstößen. Der Gesetzgeber wertet A-Verstöße deshalb härter, weil sie die Verkehrssicherheit unmittelbar gefährden oder ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich bringen.

Für Fahranfänger ist der A-Verstoß besonders relevant: Schon ein einziger Verstoß genügt, um eine Probezeitverlängerung und die Teilnahme an einem Aufbauseminar auszulösen. Aber auch für erfahrene Fahrer können A-Verstöße gravierende Konsequenzen haben – von Punkten in Flensburg bis hin zu Fahrverboten und Geldbußen.

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Definition und rechtliche Bedeutung

A-Verstöße sind in der Anlage 12 zur Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) definiert. Dort wird detailliert unterschieden, welche Verstöße als „schwerwiegend“ eingestuft werden und somit zu Probezeitmaßnahmen führen. Rechtliche Grundlage bildet § 24 StVG, der Verkehrsordnungswidrigkeiten allgemein regelt, sowie § 2a StVG, der spezielle Regelungen für Fahranfänger enthält. Ergänzend gilt die Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV), die die Bußgelder und Punkte festlegt.

  1. Rechtsgrundlagen: § 24 StVG (OWi), § 49 StVO, § 2a StVG, Anlage 12 FeV, BKatV.
  2. Bedeutung: A-Verstöße zeigen ein erhebliches Fehlverhalten im Straßenverkehr.
  3. Abgrenzung: Während B-Verstöße eher „formale“ oder weniger gefährliche Fehler sind, greifen A-Verstöße tiefer in die Verkehrssicherheit ein.

Typische A-Verstöße (Beispiele)

Typische A-Verstöße sind solche, die die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer akut gefährden können. Sie umfassen sowohl klassische Verstöße wie Rotlicht- oder Abstandsdelikte als auch Verstöße gegen Vorschriften zum Handygebrauch oder zur Vorfahrt.

  1. Rotlichtverstoß: Überfahren einer roten Ampel, insbesondere bei länger als 1 Sekunde rotem Signal oder mit Gefährdung (§ 37 StVO).
  2. Abstandsunterschreitung: Missachtung des Sicherheitsabstands bei höheren Geschwindigkeiten (§ 4 Abs. 1 StVO).
  3. Geschwindigkeit: Erhebliche Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit, die über „geringfügige“ B-Verstöße hinausgehen (§ 3 Abs. 3 StVO).
  4. Gefährliches Überholen: Überholen trotz Überholverbots oder bei unklarer Verkehrslage (§ 5, § 41 StVO).
  5. Handy am Steuer: Benutzung elektronischer Geräte ohne Freisprecheinrichtung (§ 23 Abs. 1a StVO).
  6. Vorfahrtverletzung: Missachtung der Vorfahrt mit konkreter Gefährdung (§ 8 StVO).

Maßnahmen und Sanktionen

A-Verstöße ziehen härtere Sanktionen nach sich als B-Verstöße. Die Höhe des Bußgeldes und die Anzahl der Punkte bestimmen sich nach der Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV). In schwereren Fällen kann zusätzlich ein Fahrverbot nach § 25 StVG verhängt werden.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische A-Verstöße und deren Folgen:

Verstoß Folge
Rotlichtverstoß
Rot länger als 1 Sekunde / mit Gefährdung
200–360 € Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot Prüfen **
Abstand
Zu geringer Sicherheitsabstand ab 100 km/h
80–320 € Bußgeld, 1–2 Punkte, ggf. Fahrverbot Prüfen **
Geschwindigkeit
Ab 21 km/h (innerorts) / ab 26 km/h (außerorts)
80–320 € Bußgeld, Punkte, ggf. Fahrverbot Prüfen **
Überholen
Überholen trotz Verbot / unklarer Lage
ab 150 € Bußgeld, 1 Punkt, ggf. Fahrverbot Prüfen **
Handy am Steuer
Nutzung ohne Freisprecheinrichtung
100 € Bußgeld, 1 Punkt Prüfen **
Vorfahrt
Vorfahrt genommen mit Gefährdung
ab 120 € Bußgeld, 1 Punkt Prüfen **
Hinweis: Die tatsächlichen Maßnahmen können – insbesondere in der Probezeit – abhängig von Einzelfall, Gefährdung und Vorbelastungen variieren.

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A-Verstoß in der Probezeit

Fahranfänger sind nach § 2a StVG besonders streng geregelt. Schon der erste A-Verstoß löst eine Probezeitverlängerung von 2 auf 4 Jahre aus und verpflichtet zur Teilnahme an einem Aufbauseminar. Ein zweiter A-Verstoß führt zur Verwarnung und der Empfehlung, eine verkehrspsychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Beim dritten A-Verstoß wird die Fahrerlaubnis entzogen – oft mit der Auflage, eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) zu bestehen.

Unterschied A-Verstoß vs. B-Verstoß

Während B-Verstöße eher formale oder geringfügige Ordnungswidrigkeiten darstellen (z. B. fehlende Papiere oder Parkverstöße), sind A-Verstöße schwerwiegende Eingriffe in die Verkehrssicherheit. Der wesentliche Unterschied für Fahranfänger: ein einziger A-Verstoß genügt, um Probezeitmaßnahmen auszulösen, während bei B-Verstößen erst zwei Verstöße erforderlich sind.

Mehrere A-Verstöße: Stufen und Folgen

Wiederholte A-Verstöße verschärfen die Maßnahmen stufenweise. Der Gesetzgeber will damit sicherstellen, dass junge Fahrer rechtzeitig ihr Verhalten ändern:

  1. 1. A-Verstoß: Probezeitverlängerung + Aufbauseminar
  2. 2. A-Verstoß: Verwarnung + Empfehlung verkehrspsychologische Beratung
  3. 3. A-Verstoß: Entzug der Fahrerlaubnis (§ 2a StVG)

Wann sich ein Einspruch in der Probezeit lohnen kann

Gerade in der Probezeit können selbst kleinere Verstöße erhebliche Folgen haben – von Probezeitverlängerung bis Aufbauseminar. Umso wichtiger ist es, die Beweislage genau zu prüfen: Was hat der Beamte tatsächlich gesehen? Gibt es Foto- oder Videomaterial? Ist klar erkennbar, was Sie getan haben oder liegt nur eine kurze Beobachtungssituation vor? Auch der Ablauf über Zeugenfragebogen, Anhörung und Bußgeldbescheid ist dabei entscheidend.

Gerade bei A-Verstößen in der Probezeit kann es sinnvoll sein, vor weiteren Schritten Einsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen und erst danach über das Vorgehen zu entscheiden.

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41–50 km/h
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Wie lange stand die Ampel schon auf rot?
Unter 1 Sekunde
Über 1 Sekunde
Unsicher
Welcher Abstand wurde bei Ihnen gemessen?
5/10 < des halben Tachowertes
4/10 < des halben Tachowertes
3/10 < des halben Tachowertes
2/10 < des halben Tachowertes
1/10 < des halben Tachowertes
Welches Messgerät hat Sie geblitzt?
Einseitensensor (ESO 3.0 / 8.0)
Gatsco GTC
Lasermessung
Poliscan Speed / Fm1 / M1
Traffistar S330 / S350
VKS 3.0 / 4.5
Anderes / Unsicher
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