Ein Brief von der Bußgeldstelle ist ärgerlich. Wenn im Bußgeldbescheid jedoch von einer schwerwiegenden Ordnungswidrigkeit die Rede ist, geht es ans Eingemachte. Wir sprechen hier nicht von einem einfachen Parkticket, sondern von Verstößen, die massive Geldstrafen, Einträge im Fahreignungsregister und sehr oft ein Fahrverbot nach sich ziehen.
Nehmen Sie harte Sanktionen nicht einfach hin. Ein Einspruch kann Strafen oft mildern, Messfehler aufdecken oder das Fahrverbot ganz abwenden.
Kostenloser Bußgeld-CheckRechtlich gesehen handelt es sich um Verstöße, die grob gegen zentrale Verkehrsregeln verstoßen und eine hohe Gefährdung für andere darstellen. Sie liegen unterhalb der Schwelle zur Straftat, werden aber nach Paragraf 24 StVG drastisch sanktioniert. Besonders heikel: Für Fahranfänger wird dies oft als A-Verstoß in der Probezeit gewertet.
Die Anlage 13 zur Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) listet genau auf, was dazugehört. In der Praxis geht es meist um diese Klassiker:
Im aktuellen Bußgeldkatalog gibt es für diese Delikte keine Verwarnungsgelder mehr. Neben saftigen Geldstrafen droht bei Wiederholungstätern oft die 2x 26 km/h Regel. Hier zwei Praxisbeispiele:
Viele Autofahrer verschlimmern ihre Situation, wenn sie den Anhörungsbogen oder den Zeugenfragebogen unbedacht ausfüllen. Geben Sie online keine vorschnellen Statements über Portale wie Anhoerung24 oder das OWI-Portal ab.
Frage: Wie verhalte ich mich bei einem schwerwiegenden Verkehrsverstoß im Anhörungsbogen falsch?
Antwort: Indem Sie sich ohne anwaltliche Prüfung rechtfertigen. Gerade weil es um Fahrverbote und hohe Punkte geht, sollten Sie diese drei fatalen Fehler zwingend vermeiden:
Ein Einspruch lohnt sich bei schwerwiegenden Verstößen fast immer. Oft liegen Fehler vor – sei es bei spezifischen Geräten wie dem Gatso GTC-GS11 Blitzer oder wenn ein Blitzeranhänger ohne Kennzeichen falsch aufgestellt war. Ein Fachanwalt kann die Rohmessdaten anfordern, das Blitzerfoto anfechten und prüfen, ob Sie legal das Fahrverbot umgehen können (z.B. gegen eine Erhöhung der Geldstrafe).
Akzeptieren Sie Punkte und Fahrverbote nicht blind. Lassen Sie Ihren Bescheid von Verkehrsexperten checken, bevor Sie bezahlen.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine fundierte rechtliche Orientierung, ersetzt jedoch keine individuelle anwaltliche Prüfung Ihres Falls. Da die Beurteilung einer schwerwiegenden Ordnungswidrigkeit oft eine Einzelfallentscheidung ist, empfehlen wir, Bescheide mit drohenden Fahrverboten oder hohen Punkten stets rechtlich prüfen zu lassen.
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