Der PoliScan FM1 ist die aktuelle Gerätegeneration von Vitronic und beerbt schrittweise den millionenfach bewährten PoliScan Speed. Die Technik bleibt ein Laserscanner – aber mit überarbeiteter Hard- und Software, mehr gleichzeitig überwachbaren Fahrspuren und flexiblen Einsatzformen von der festen Säule bis zum mobilen Stativ. Wer heute an einer modernen Messsäule vorbeifährt, hat es zunehmend mit diesem Gerät zu tun.
PoliScan FM1 auf einen Blick
Wie sein Vorgänger arbeitet der FM1 mit einem LIDAR-Laserscanner: Lichtimpulse tasten den Verkehrsraum ab, das Gerät verfolgt jedes Fahrzeug über eine Wegstrecke und errechnet aus den Positionsdaten die Geschwindigkeit (Tracking-Verfahren). Die FM1-Generation überwacht dabei mehr Fahrspuren gleichzeitig, trennt dichten Kolonnenverkehr besser und dokumentiert mit hochauflösender Kameratechnik – auch bei Nacht ohne sichtbaren Blitz.
Eingesetzt wird der FM1 in allen Bauformen: als feste Messsäule (die markanten grauen Zylinder), semi-stationär im Enforcement Trailer („Panzerblitzer") und mobil auf dem Stativ. Auch beim FM1 entscheidet der Auswerterahmen auf dem Beweisfoto über die Zuordnung – und damit über die Verwertbarkeit der Messung.
Wie genau die Software aus den Laserdaten den Messwert bildet, legt der Hersteller nicht offen – und vollständige Rohmessdaten für den Einzelfall werden nicht gespeichert. Die Rechtsprechung akzeptiert das Gerät als standardisiertes Messverfahren, die Nachprüfbarkeit im Einzelfall bleibt aber der zentrale Streitpunkt.
Für das Beweisfoto gelten strenge Vorgaben: Der Rahmen muss das gemessene Fahrzeug korrekt erfassen; ragen wesentliche Teile anderer Fahrzeuge hinein oder sitzt der Rahmen falsch, ist die Zuordnung angreifbar. Gerade bei dichtem Verkehr ein häufiger Prüfpunkt.
Wie jedes Messgerät braucht der PoliScan FM1 eine gültige Eichung, geschultes Personal und den Betrieb exakt nach Bedienungsanleitung (Aufstellung, Winkel, Selbsttest). Fehlt eines davon, wackelt die Messung – nachlesbar in Eichschein und Messprotokoll.
Unscharfe Aufnahmen, verdeckte Gesichter oder Zweifel an der Fahreridentität sind eigenständige Verteidigungslinien – unabhängig von der Messtechnik. Wie Sie das Foto prüfen und anfechten, zeigt unser Ratgeber Blitzerfoto anfechten.
Wichtig zur Einordnung: Die Gerichte stufen den PoliScan FM1 als standardisiertes Messverfahren ein – die Messung gilt als korrekt, solange keine konkreten Anhaltspunkte für Fehler vorliegen. Genau diese Anhaltspunkte findet man nicht durch Rätselraten, sondern durch die Akteneinsicht: Eichschein, Messprotokoll, Schulungsnachweise, Falldaten. Eine kostenlose Ersteinschätzung, ob sich das in Ihrem Fall lohnt, liefert der Blitzer-Check.
– Anzeige –413 Messstellen mit diesem Gerät sind in unserer Datenbank erfasst – hier gruppiert nach Straßentyp (je Bereich eine Auswahl, alle weiteren über die Blitzer-Übersicht). Jede Detailseite zeigt Tempolimit, Fahrtrichtung, Bußgeld-Tabellen und die zuständige Bußgeldstelle:
Alle Angaben ohne Gewähr. Messgeräte werden von den Behörden gewechselt und Standorte auf- oder abgebaut – maßgeblich ist der Zustand vor Ort bzw. die Angabe in Ihrem Anhörungsschreiben.