Traffipax SpeedoPhot auf einen Blick
Der SpeedoPhot ist ein klassisches Radargerät: Die Antenne sendet Mikrowellen in einem festen Winkel von 22 Grad zur Fahrbahn. Fährt ein Fahrzeug durch den Radarkegel, verschiebt sich die Frequenz des reflektierten Signals (Doppler-Effekt) – aus dieser Verschiebung errechnet das Gerät die Geschwindigkeit und löst bei Überschreitung das Beweisfoto aus.
Der SpeedoPhot gehört zu den dienstältesten Messsystemen auf deutschen Straßen: jahrzehntelang das Standardgerät in stationären Anlagen („Starenkasten“) und im mobilen Einsatz. Viele Anlagen wurden inzwischen durch Laser-Systeme ersetzt – im Bestand ist das Gerät aber weiterhin anzutreffen.
Radarmessungen können durch Reflexionen an LKW, Leitplanken oder Schildern verfälscht werden (Doppelreflexionen). Ebenso kritisch: der Aufstellwinkel – die Antenne muss exakt im 22-Grad-Winkel zur Fahrbahn stehen, sonst weicht der Messwert systematisch ab.
Der Radarkegel ist breit – befinden sich mehrere Fahrzeuge gleichzeitig darin, muss das Beweisfoto die Zuordnung zweifelsfrei belegen. Gerade bei Überholvorgängen im Messbereich ein bewährter Ansatzpunkt der Verteidigung.
Wie jedes Messgerät braucht der Traffipax SpeedoPhot eine gültige Eichung, geschultes Personal und den Betrieb exakt nach Bedienungsanleitung (Aufstellung, Winkel, Selbsttest). Fehlt eines davon, wackelt die Messung – nachlesbar in Eichschein und Messprotokoll.
Unscharfe Aufnahmen, verdeckte Gesichter oder Zweifel an der Fahreridentität sind eigenständige Verteidigungslinien – unabhängig von der Messtechnik. Wie Sie das Foto prüfen und anfechten, zeigt unser Ratgeber Blitzerfoto anfechten.
Wichtig zur Einordnung: Die Gerichte stufen den Traffipax SpeedoPhot als standardisiertes Messverfahren ein – die Messung gilt als korrekt, solange keine konkreten Anhaltspunkte für Fehler vorliegen. Genau diese Anhaltspunkte findet man nicht durch Rätselraten, sondern durch die Akteneinsicht: Eichschein, Messprotokoll, Schulungsnachweise, Falldaten. Eine kostenlose Ersteinschätzung, ob sich das in Ihrem Fall lohnt, liefert der Blitzer-Check.
Ob die Messung korrekt war, zeigt sich nicht am Straßenrand, sondern in der Akte: Eichschein, Messprotokoll, Schulungsnachweise und das Beweisfoto. Der kostenlose Blitzer-Check liefert eine erste Einschätzung, ob sich ein Einspruch in Ihrem Fall lohnt – unverbindlich und ohne Risiko.
Zum Blitzer-Check
46 Messstellen mit diesem Gerät sind in unserer Datenbank erfasst – hier gruppiert nach Straßentyp. Jede Detailseite zeigt Tempolimit, Fahrtrichtung, Bußgeld-Tabellen und die zuständige Bußgeldstelle:
Alle Angaben ohne Gewähr. Messgeräte werden von den Behörden gewechselt und Standorte auf- oder abgebaut – maßgeblich ist der Zustand vor Ort bzw. die Angabe in Ihrem Anhörungsschreiben.