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7 ng/ml THC am Steuer: Bußgeld, Fahrverbot und MPU

KI-generiertes Symbolbild 7 ng/ml THC am Steuer: Bußgeld, Fahrverbot und MPU
Verkehrsrecht Cannabis
7 ng/ml THC am Steuer – Symbolbild
Rechtsanwalt Yves Junker
Fachlich geprüft & verifiziert
Fachanwalt für Verkehrsrecht · ADAC-Vertragsanwalt

Ordnungswidrigkeit – deutlich über Grenzwert: Was bei 7 ng/ml THC für Bußgeld, Fahrverbot, Fahrerlaubnis und MPU gilt – und wo die Blutentnahme angreifbar ist

7 ng/ml THC: Wo Sie rechtlich stehen

Mit 7 ng/ml THC liegen Sie deutlich über dem Grenzwert: Die Fahrt ist eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a Abs. 1a StVG mit 500 € Bußgeld, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot – und der hohe Wert hat eine zweite Wirkung: Er spricht für Konsum kurz vor der Fahrt oder für häufigen Konsum, und beides ruft die Fahrerlaubnisbehörde auf den Plan. Sie wird den THC-COOH-Wert heranziehen und bei Hinweisen auf regelmäßigen Konsum die Fahrerlaubnis entziehen, bei gelegentlichem Konsum eine MPU anordnen. Kommen Ausfallerscheinungen hinzu, ist die Fahrt eine Straftat nach § 316 StGB.

Einstufung
Ordnungswidrigkeit
§ 24a Abs. 1a StVG – ab 3,5 ng/ml im Blutserum
Sanktion (Ersttäter)
500 €
Wiederholung 1.000 / 1.500 €; Mischkonsum mit Alkohol 1.000 €
Führerschein
1 Monat Fahrverbot
2 Punkte in Flensburg · Antritt bei Ersttätern binnen 4 Monaten wählbar
MPU / Eignung
wahrscheinlich
Behörde prüft nach § 14 FeV; regelmäßiger Konsum: Entzug ohne MPU
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Was bei 7 ng/ml in der Praxis passiert

Bei 7 ng/ml erhalten Sie zunächst einen Anhörungsbogen, dann einen Bußgeldbescheid über 500 € mit zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot; Einspruch ist binnen zwei Wochen möglich. Angreifbar sind die Anordnung und Dokumentation der Blutentnahme, der Laborbefund (Messunsicherheit, Probenlagerung, Zeit zwischen Fahrt und Entnahme) und – bei Werten knapp über der Schwelle – der Grenzwert selbst. Das Fahrverbot können Ersttäter innerhalb von vier Monaten nach Rechtskraft antreten. Parallel dazu läuft das Verfahren der Fahrerlaubnisbehörde: Sie fordert Sie auf, ein ärztliches Gutachten oder eine MPU beizubringen, wenn sie Zweifel an der Trennung von Konsum und Fahren hat; bei Hinweisen auf regelmäßigen Konsum entzieht sie die Fahrerlaubnis direkt. Was Sie im Anhörungsbogen oder bei der Kontrolle zum Konsum sagen, landet in beiden Verfahren – deshalb: keine Angaben zu Menge und Häufigkeit.

Die THC-Grenzwerte im Überblick: Wo 7 ng/ml stehen

THC im BlutserumEinstufungSanktion (Ersttäter)PunkteFührerscheinMPU
unter 3,5 ng/mlkeine Ordnungswidrigkeit; Straftat nur mit Ausfallerscheinungenkeine (Probezeit/unter 21: 250 €)nein
3,5 – 6,9 ng/mlOrdnungswidrigkeit § 24a Abs. 1a StVG500 € (2. Mal 1.000 €, 3. Mal 1.500 €)21 Monat Fahrverbot (Wiederholung 3 Monate)möglich
ab 7 ng/mlOrdnungswidrigkeit; hoher Wert spricht für zeitnahen oder häufigen Konsum500 € (2. Mal 1.000 €, 3. Mal 1.500 €)21 Monat Fahrverbot; Eignungsprüfung wahrscheinlichwahrscheinlich
jeder Wert + AusfallerscheinungenStraftat § 316 StGBGeldstrafe, typisch 30–60 Tagessätze3Entziehung der Fahrerlaubnis, Sperrfristhäufig
ab 3,5 ng/ml + ab 0,5 PromilleMischkonsum § 24a StVG1.000 €21 Monat Fahrverbotin der Regel

Pkw, Ersttäter, ohne Unfall; Grenzwert 3,5 ng/ml THC im Blutserum (§ 24a Abs. 1a StVG, seit 22.08.2024). Fahranfänger in der Probezeit und unter 21: Cannabisverbot am Steuer (§ 24a Abs. 1b StVG). Die MPU-Frage entscheidet die Fahrerlaubnisbehörde nach § 14 FeV anhand von Konsummuster und THC-COOH-Wert.

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Fahrerlaubnis und MPU bei 7 ng/ml

Nach einer Fahrt mit 7 ng/ml prüft die Fahrerlaubnisbehörde die Eignung nach § 14 FeV. Zwei Wege: Bei gelegentlichem Konsum kann sie eine MPU anordnen, weil Sie Konsum und Fahren nicht getrennt haben – die MPU verlangt dann in der Regel eine belegte Abstinenz oder einen glaubhaften Konsumverzicht. Bei regelmäßigem Konsum gilt die Ungeeignetheit als erwiesen: Die Fahrerlaubnis wird entzogen, die Neuerteilung setzt nachgewiesene Abstinenz und eine bestandene MPU voraus. Ob gelegentlich oder regelmäßig, entscheidet vor allem der THC-COOH-Wert im Blut – und Ihre eigenen Angaben. Wer die Zeit bis zur Anhörung der Behörde nutzt und mit Abstinenznachweisen beginnt, verbessert seine Ausgangslage erheblich. Zum Vergleich mit Alkohol: Alkohol am Steuer; zu Besitzmengen und Strafen: Cannabis nach Grammzahl.

Häufige Fragen: 7 ng/ml THC am Steuer

Ist 7 ng/ml THC am Steuer strafbar?

Ohne Ausfallerscheinungen ist es eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a Abs. 1a StVG: 500 € Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot beim ersten Verstoß. Mit Ausfallerscheinungen (Schlangenlinien, verzögerte Reaktion, Unfall) wird daraus eine Straftat nach § 316 StGB mit Geldstrafe und Entziehung der Fahrerlaubnis.

Verliere ich bei 7 ng/ml den Führerschein?

Nicht automatisch: Die Ordnungswidrigkeit bringt ein Fahrverbot von einem Monat, danach kommt der Führerschein zurück. Parallel prüft die Fahrerlaubnisbehörde die Eignung (§ 14 FeV): Bei gelegentlichem Konsum kann sie eine MPU anordnen, bei regelmäßigem Konsum – erkennbar am THC-COOH-Wert – entzieht sie die Fahrerlaubnis ohne MPU.

Wie lange ist THC nach dem Konsum im Blut nachweisbar?

Nach einmaligem Konsum fällt der THC-Wert meist innerhalb von 6 bis 12 Stunden unter 3,5 ng/ml; bei regelmäßigem Konsum kann der Wert auch nach 24 Stunden und länger darüber liegen, weil THC im Fettgewebe gespeichert und langsam abgegeben wird. Ein sicherer Abstand zwischen Konsum und Fahrt sind bei gelegentlichem Konsum mindestens 24 Stunden.

Was gilt bei 7 ng/ml THC in der Probezeit?

Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 gilt ein absolutes Cannabisverbot am Steuer (§ 24a Abs. 1b StVG): Auch unter 3,5 ng/ml drohen 250 € Bußgeld, 1 Punkt, ein A-Verstoß mit Probezeitverlängerung und Aufbauseminar; ab 3,5 ng/ml kommen die allgemeinen Sanktionen hinzu.

Was passiert bei Mischkonsum von Cannabis und Alkohol?

Werden bei 7 ng/ml THC zusätzlich 0,5 Promille oder mehr Alkohol gemessen, gilt der Mischkonsum-Tatbestand: 1.000 € Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot beim ersten Mal – und die Fahrerlaubnisbehörde ordnet regelmäßig eine MPU an.

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Quellen & Rechtliche Grundlagen

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung; JUSORA erbringt keine Rechtsdienstleistungen. THC-COOH-Faustwerte und Nachweiszeiten sind Orientierungen aus der verkehrsmedizinischen Praxis; maßgeblich ist das Gutachten im Einzelfall. Über JUSORA erhalten Sie zu Ihrem Fall eine kostenlose Ersteinschätzung durch unseren Partneranwalt.




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Christian Hollmann

Autor & Gründer
Christian Hollmann ist Mitgründer von JUSORA® und seit 2005 im Aufbau von komplexen Informationsstrukturen tätig. Mit langjähriger Erfahrung in der Erstellung juristischer Fachinhalte bereitet er Rechtsthemen verständlich auf.
Fachliche Prüfung: Rechtsanwalt Yves Junker hat die Inhalte dieser Seite fachlich geprüft. Er unterstützt JUSORA® mit seiner Expertise zu verkehrsrechtlichen Themen in diesem Beitrag.

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