Kurz gesagt: 0,4 Promille liegen unter der 0,5-Promille-Grenze: ohne Ausfallerscheinungen keine Sanktion. Ausnahme: Probezeit und unter 21 (0,0 Promille, § 24c StVG).
Mit 0,4 Promille Ausfallerscheinungen vorgeworfen?
Ob Anordnung und Dokumentation der Blutentnahme, die Rückrechnung auf den Fahrzeitpunkt, ein möglicher Nachtrunk oder die Belehrung vor der ersten Frage: Hier entscheidet sich oft, wie das Verfahren ausgeht – und wie lange der Führerschein weg ist. Rechtsanwalt Andreas Junge, Fachanwalt für Strafrecht, gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung – am besten, bevor Sie sich zur Sache äußern.Blutentnahme, Rückrechnung oder Belehrung: Hier entscheidet sich oft, wie das Verfahren ausgeht – und wie lange der Führerschein weg ist.
Ersteinschätzung anfordernMit 0,4 Promille liegen Sie unterhalb der 0,5-Promille-Grenze – ohne Ausfallerscheinungen gibt es für erfahrene Fahrer keine Sanktion. Das ändert sich in zwei Fällen: Zeigen Sie Ausfallerscheinungen (Schlangenlinien, verzögerte Reaktion, Unfall), liegt ab 0,3 Promille eine Straftat nach § 316 StGB vor – relative Fahruntüchtigkeit, mit Geldstrafe, Fahrerlaubnisentzug und drei Punkten. Und für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 gilt 0,0 Promille (§ 24c StVG): 250 € Bußgeld und ein Punkt, in der Probezeit zusätzlich Aufbauseminar und Verlängerung der Probezeit.
Bei 0,4 Promille passiert ohne Ausfallerscheinungen nichts – die Polizei darf Sie aber im Verdachtsfall zur Blutentnahme bringen, wenn Anhaltspunkte für Fahrunsicherheit bestehen. Kommt es zu einem Verfahren, geht es fast immer um die Frage, ob die dokumentierten "Ausfallerscheinungen" tatsächlich alkoholbedingt waren: Müdigkeit, Nervosität oder ein technischer Fahrfehler sind keine. Hier lohnt ein Blick in die Akte, bevor Sie irgendetwas unterschreiben.
| Promille | Einstufung | Sanktion (Ersttäter) | Punkte | Führerschein | MPU |
|---|---|---|---|---|---|
| 0,3 – 0,49 | nur mit Ausfallerscheinungen Straftat | sonst keine | – | – | nein |
| 0,5 – 1,09 | Ordnungswidrigkeit § 24a StVG | 500 € (2. Mal 1.000 €, 3. Mal 1.500 €) | 2 | 1 Monat Fahrverbot (Wiederholung 3 Monate) | nein |
| 1,1 – 1,59 | Straftat § 316 StGB (absolute Fahruntüchtigkeit) | Geldstrafe, typisch 30–60 Tagessätze | 3 | Entzug, Sperre 6–12 Monate | möglich |
| ab 1,6 | Straftat § 316 StGB | Geldstrafe, typisch 60–90 Tagessätze | 3 | Entzug, Sperre 9–18 Monate | zwingend |
Pkw, Ersttäter, ohne Unfall. Bei konkreter Gefährdung anderer oder fremder Sachen von bedeutendem Wert gilt § 315c StGB (bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe). Fahranfänger in der Probezeit und unter 21: 0,0 Promille (§ 24c StVG: 250 €, 1 Punkt; in der Probezeit zusätzlich Aufbauseminar). Tagessatz-Angaben sind Erfahrungswerte, kein Rechtsanspruch.
Tragen Sie Ihr Nettoeinkommen ein und wählen Sie Ihre Situation – der Rechner zeigt die Größenordnung von Bußgeld oder Geldstrafe.
0,4 Promille: Erst prüfen lassen, dann äußern.
Was Sie bei der Kontrolle oder im Anhörungsbogen zu Trinkmenge und Trinkzeit sagen, steht später in der Akte – und lässt sich nicht zurücknehmen. Rechtsanwalt Andreas Junge, Fachanwalt für Strafrecht, gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung, ob Messung und Rückrechnung angreifbar sein könnten und wie sich Fahrverbot oder Sperrfrist verkürzen lassen.Angaben zu Trinkmenge und Trinkzeit stehen später in der Akte. Erst die Ersteinschätzung, dann äußern.
Ersteinschätzung anfordernErstens: keine Aussage. Sie müssen Angaben zur Person machen, sonst nichts – nicht, wann und was Sie getrunken haben, nicht, ob Sie gefahren sind. Was Sie am Straßenrand sagen, steht später in der Akte. Zweitens: Anhörungsbogen und Strafbefehl nicht selbst beantworten. Im Anhörungsbogen müssen Sie nur die Angaben zur Person machen, zur Sache nichts; gegen einen Strafbefehl oder Bußgeldbescheid läuft eine zweiwöchige Frist, die der Anwalt nutzt, um Akteneinsicht zu nehmen. Drittens: die Zeit nutzen. Auch bei einer Ordnungswidrigkeit lohnt ein Blick in die Akte: Fehler bei der Atemalkoholmessung (Wartezeit, Doppelmessung, Eichung) sind häufig, und ein Fahrverbot lässt sich in manchen Fällen gegen eine höhere Geldbuße abwenden, wenn es beruflich existenzgefährdend wäre. Zum Ablauf: Ablauf des Strafverfahrens und Alkohol am Steuer 2026 – der Ratgeber.
Ohne Ausfallerscheinungen weder das eine noch das andere – unter 0,5 Promille gibt es für erfahrene Fahrer keine Sanktion. Kommen ab 0,3 Promille Ausfallerscheinungen hinzu, liegt eine Straftat nach § 316 StGB vor. Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 gilt 0,0 Promille (§ 24c StVG).
Ohne Ausfallerscheinungen keine. Mit Ausfallerscheinungen wie bei einer Straftat: Geldstrafe, Fahrerlaubnisentzug, 3 Punkte.
Nein, nicht bei einem einmaligen Verstoß. Bei wiederholten Alkoholverstößen ordnet die Behörde eine MPU an.
Ohne Verstoß gibt es keine Punkte.
Häufig ja. Angreifbar sind die Blutentnahme (Anordnung, Dokumentation, Zeitpunkt), die Rückrechnung auf den Fahrzeitpunkt, die Belehrung und bei Atemalkohol die Wartezeit und das Gerät. Ein Fachanwalt für Strafrecht prüft die Akte, bevor Sie sich äußern.
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