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60 Gramm Cannabis: Erlaubt oder strafbar?

KI-generiertes Symbolbild 60 Gramm Cannabis: Erlaubt oder strafbar?
Betäubungsmittelstrafrecht
Rechtsanwalt Andreas Junge
Fachlich geprüft & verifiziert
Fachanwalt für Strafrecht

Kurz gesagt: 60 Gramm: zu Hause Ordnungswidrigkeit, unterwegs Straftat. Strafrahmen: Freiheitsstrafe bis 3 Jahre oder Geldstrafe (§ 34 Abs. 1 KCanG). Je nach THC-Gehalt kann die nicht geringe Menge erreicht sein.

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60 Gramm Cannabis sichergestellt?

Ob die Menge korrekt gewogen und der THC-Gehalt per Gutachten bestimmt wurde, ob die Umstände wirklich auf Weitergabe oder Handel hindeuten und wo das Cannabis gefunden wurde: Davon hängt ab, ob es bei Einstellung, Bußgeld oder Geldstrafe bleibt. Rechtsanwalt Andreas Junge, Fachanwalt für Strafrecht, gibt Ihnen eine kostenlose, diskrete Ersteinschätzung – am besten, bevor Sie Angaben zu Herkunft oder Konsum machen.Richtig gewogen? THC-Gehalt per Gutachten? Wirklich Hinweise auf Handel? Davon hängt ab, wie das Verfahren ausgeht.

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60 Gramm Cannabis: Wo Sie rechtlich stehen

Mit 60 Gramm haben Sie beide Besitzgrenzen überschritten: Am Wohnsitz ist das eine Ordnungswidrigkeit (erlaubt sind 50 Gramm, bis 60 Gramm Bußgeld nach § 36 KCanG), in der Öffentlichkeit eine Straftat nach § 34 Abs. 1 KCanG. Entscheidend wird bei 60 Gramm außerdem der Wirkstoffgehalt: Bei 10 bis 15 Prozent THC enthalten 60 Gramm etwa 6,0 bis 9,0 Gramm THC – die nicht geringe Menge von 7,5 Gramm ist damit in Reichweite, und mit ihr der besonders schwere Fall mit drei Monaten bis fünf Jahren Freiheitsstrafe. Das Gutachten zum THC-Gehalt ist deshalb der wichtigste Punkt der Verteidigung.

Am Wohnsitz
Ordnungswidrigkeit
erlaubt bis 50 g, Ordnungswidrigkeit bis 60 g, darüber Straftat (§§ 3, 34, 36 KCanG)
In der Öffentlichkeit
Straftat
erlaubt bis 25 g, Ordnungswidrigkeit bis 30 g, darüber Straftat
THC-Gehalt (10–15 %)
ca. 6,0–9,0 g
nicht geringe Menge ab 7,5 g THC: möglich – Gutachten entscheidet
Strafrahmen
bis 3 Jahre / Geldstrafe
§ 34 Abs. 1 KCanG – Ersttäter meist Geldstrafe

Die Mengengrenzen des KCanG: Wo 60 Gramm stehen

Menge (Erwachsene)In der ÖffentlichkeitAm WohnsitzRechtsfolge
bis 25 gerlaubterlaubtkeine (§ 3 KCanG)
über 25 bis 30 gOrdnungswidrigkeiterlaubtBußgeld (§ 36 KCanG)
über 30 bis 50 gStraftaterlaubtunterwegs: bis 3 Jahre oder Geldstrafe (§ 34 Abs. 1)
über 50 bis 60 gStraftatOrdnungswidrigkeitzu Hause Bußgeld, unterwegs Straftat
über 60 gStraftatStraftatbis 3 Jahre; ab nicht geringer Menge (7,5 g THC) 3 Monate bis 5 Jahre (§ 34 Abs. 3)

Getrocknetes Cannabis, Erwachsene ab 18. Für Minderjährige ist jeder Besitz verboten. Weitergabe und Verkauf bleiben strafbar; der Erwerb außerhalb von Anbauvereinigungen ist verboten und ab mehr als 25 g pro Tag oder 50 g pro Monat strafbar. Gewichtsangaben in Gramm Blüten; die nicht geringe Menge bemisst sich nach dem THC-Gehalt.

Rechtslage bei 60 Gramm einschätzen

Wählen Sie Ort und – falls bekannt – THC-Gehalt; der Rechner zeigt Einstufung und die Frage der nicht geringen Menge.

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60 Gramm: Erst prüfen lassen, dann äußern.

Was Sie bei der Kontrolle zu Herkunft, Konsum oder weiteren Vorräten sagen, steht später in der Akte – und kann auch Dritte belasten. Rechtsanwalt Andreas Junge, Fachanwalt für Strafrecht, gibt Ihnen eine kostenlose, diskrete Ersteinschätzung, ob Menge und Gutachten angreifbar sein könnten und wie Sie sich jetzt verhalten sollten.Angaben zu Herkunft und Konsum stehen später in der Akte. Erst die Ersteinschätzung, dann äußern.

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Was bei 60 Gramm in der Praxis zählt

Bei 60 Gramm läuft ein Strafverfahren, und drei Fragen bestimmen das Ergebnis. Erstens die Menge und ihr THC-Gehalt: Wurde netto gewogen? Wurde der Wirkstoffgehalt durch ein Gutachten bestimmt, oder wurde geschätzt? Bei 60 Gramm kann genau diese Zahl über Grundstrafrahmen oder besonders schweren Fall entscheiden. Zweitens der Vorwurf: Besitz zum Eigenkonsum wird deutlich milder behandelt als Handel; Waage, Tütchen, Bargeld und Nachrichten sind die typischen Indizien, die die Staatsanwaltschaft für einen Handelsvorwurf nutzt – und die ein Verteidiger einzeln entkräftet. Drittens die Vorgeschichte: Ersttäter ohne Handelsabsicht erreichen bei 60 Gramm häufig eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Auflage; Vorbelastungen verschieben das Bild. Wie das Verfahren abläuft: Ablauf des Strafverfahrens; zum Verhalten bei einer Vorladung: Vorladung als Beschuldigter.

Führerschein und Fahreignung bei 60 Gramm

Der Besitz von 60 Gramm kostet den Führerschein nicht – die Fahrerlaubnisbehörde darf aber prüfen, ob Sie fahrgeeignet sind, wenn Tatsachen auf Cannabismissbrauch oder -abhängigkeit hindeuten (§ 13a FeV); regelmäßiger Konsum allein genügt dafür seit April 2024 nicht mehr. Dann kann ein ärztliches Gutachten oder eine MPU verlangt werden. Unabhängig davon gilt am Steuer der Grenzwert von 3,5 ng/ml THC (§ 24a StVG): 500 € Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot; mit Ausfallerscheinungen eine Straftat. Nach dem Konsum wird oft empfohlen, mindestens einen Tag nicht zu fahren – eine Garantie ist das nicht, bei regelmäßigem Konsum bleibt THC deutlich länger nachweisbar. Details: Cannabis am Steuer.

Häufige Fragen: 60 Gramm Cannabis

Darf ich 60 Gramm Cannabis bei mir tragen?

Nein. Unterwegs sind 25 Gramm erlaubt, bis 30 Gramm eine Ordnungswidrigkeit – 60 Gramm in der Öffentlichkeit sind eine Straftat nach § 34 KCanG mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Darf ich 60 Gramm Cannabis zu Hause haben?

Nicht ganz: Zu Hause sind 50 Gramm erlaubt, bis 60 Gramm eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld – 60 Gramm liegen in dieser Zone.

Ist bei 60 Gramm die "nicht geringe Menge" erreicht?

Möglich. Die nicht geringe Menge liegt bei 7,5 Gramm THC; bei 60 Gramm hängt es vom Wirkstoffgehalt ab (bei 10 bis 15 Prozent etwa 6,0 bis 9,0 Gramm THC). Entscheidend ist das Gutachten zum tatsächlichen THC-Gehalt.

Welche Strafe droht bei 60 Gramm Cannabis?

Beim Besitz über den erlaubten Mengen: Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (§ 34 Abs. 1 KCanG); bei Ersttätern ohne Handelsabsicht ist eine Geldstrafe oder eine Einstellung gegen Auflage realistisch – solange die nicht geringe Menge nicht erreicht ist.

Verliere ich wegen 60 Gramm Cannabis den Führerschein?

Nicht durch den Besitz allein. Die Fahrerlaubnisbehörde kann aber Eignungszweifel prüfen, wenn Tatsachen auf Cannabismissbrauch oder -abhängigkeit hindeuten (§ 13a FeV); regelmäßiger Konsum allein genügt seit April 2024 nicht mehr. Am Steuer gilt seit 2024 ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml (§ 24a StVG): 500 € Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot – bei Ausfallerscheinungen eine Straftat.

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Die Menge steht fest – das Ergebnis des Verfahrens nicht.

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Andere Menge wählen

Erlaubt (bis 25 g unterwegs, bis 50 g zu Hause)
Ordnungswidrigkeit oder Straftat
Nicht geringe Menge in Reichweite

Quellen & Rechtliche Grundlagen

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung; JUSORA erbringt keine Rechtsdienstleistungen. Gewichts- und THC-Angaben sind Näherungen; im Verfahren zählt das Gutachten zur konkreten Menge. Über JUSORA erhalten Sie zu Ihrem Fall eine kostenlose Ersteinschätzung durch unseren Partneranwalt.




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Christian Hollmann

Autor & Gründer
Christian Hollmann ist Mitgründer von JUSORA® und seit 2005 im Aufbau von komplexen Informationsstrukturen tätig. Mit langjähriger Erfahrung in der Erstellung juristischer Fachinhalte bereitet er Rechtsthemen verständlich auf.
Fachliche Prüfung: Rechtsanwalt Andreas Junge hat die Inhalte dieser Seite fachlich geprüft. Er unterstützt JUSORA® mit seiner Expertise zu strafrechtlichen Themen in diesem Beitrag.

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